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Thema: Unbekannte Stapelie mit (Mehltau?)Befall

  1. #1
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    Standard Unbekannte Stapelie mit (Mehltau?)Befall

    Hallo liebe Docs,

    diese Stapelie (aber welche?) habe ich vermacht bekommen.
    Sie ist ja augenscheinlich nicht wirklich fit und ich vermute zusätzlich noch einen Mehltau Befall. Kommt das hin?

    Momentan steht sie noch in Quarantäne und ich frage mich, wie kann ich sie am Besten retten?
    Erst einen Steckling nehmen und dann behandeln, oder erst umtopfen (was bitter nötig ist), dann behandeln und zum Schluss den Steckling nehmen?
    Und gibt es einen Tipp für ein Mittel, denn ich habe noch keine Erfahrung mit Mehltau o.ä.

    Man kann ja erkennen, dass sie ein fleißiger Blüher ist. Zwei Knospen sind noch geschlossen und schon viele verblüht. Kann ich diese Treibe am ehesten nehmen, weil sie besonders kräftig sind? Oder Hauptsache gesunde Triebe?

    So viele Fragen und ich hab keine Ahnung.

    Ich würde die Stapelie sehr gerne retten, denn sie gefällt mir gut. Ein hübscher stachelloser Stachler.


    Schon mal vielen Dank in voraus für Eure Mühen.

    Viele Grüße Frau Schneck
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  2. #2
    Administrator ***** Avatar von samsine
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    Hallo Frau Schneck,

    mit Stapelia bist du schon mal in der richtigen Pflanzenfamilie gelandet. Es ist aber keine Stapelia sondern eine Huernia, evtl. H. macrocarpa.

    Oh, das ist ein schlimmer Wolllausbefall . Dieser Biester mögen Ascleps und setzten den Pflanzen sehr zu.
    Quarantäne ist schon mal gut.
    Bei einem solchen Befall habe ich meine Pflanzen ausgetopft und alles Substrat entfernt (kommt in den Müll, weil verseucht). In eine Schüssel handwarmes Wasser lassen, dazu einen guten Schuss Spiritus und ein paar Spritzer Spülmittel. Die Pflanze einlegen und erst mal ne gute halbe Stunde liegen lassen.
    Dann mit weicher Zahnbürste (da gibt es bestimmt eine ausrangierte) die Triebe und auch die Wurzeln abgekämmt/-bürstet. Ist etwas Arbeit, aber Pflanze hat sich nachher wieder erholt. Nach der Prozedur gut mit klarem Wasser abspülen und eine Woche auf Küchenpapier liegend trocknen lassen. Ist wichtig, da die Wurzeln doch etwas Schaden nehmen.
    Dann kannst du die Pflanze neu eintopfen. Als Neueinsteiger hast du dich vielleicht noch nicht so wirklich mit den Substraten für sukkulente Pflanzen beschäftigt. Infos findest du im FAQ.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sukkulente Ascleps ganz gut in Seramis gedeihen. Diesem hab ich zusätzlich noch zerstoßene Holzkohlestücken untergemischt. Einfach mal ausprobieren. Ist jedenfalls besser als Baumarktkakteenerde.

    Na dann: Gutes Gelingen und bitte berichten, ob es geholfen hat.
    Ach ja, nach dieser Behandlung auf jeden Fall die Pflanze weiter beobachten, denn nicht immer erwischt man die ganze Brut und es können vereinzelt wieder Läuse auftreten. Bis dahin hast du dir dann aber sicher ein Mittelchen gegen Wollläuse besorgt und kannst noch mal nachbehandeln.

    Beste Grüße
    Frauke

  3. #3
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    Hallo samsine,

    Vielen Dank für die Hilfe.
    Dann werde ich heute nach Feierabend mal ordentlich schrubben.

    Wie sieht das eigentlich mit anderen Pflanzen aus? Habe von da, wo ich die Huernia hergekommen habe, noch zwei weitere Pflänzchen bekommen, die aber gut aussehen. Sollte ich die vorbeugend mit einem Mittel gießen, oder lieber abwarten, ob sie die Mistviecher überhaupt haben?

    Dann habe ich noch eine Frage zu der Farbveränderung: ist es normal, dass einige Triebe rötlich sind, oder kommt das auch von diesen Läusen?

    Ich berichte dann wie sie es verkraftet hat.

  4. #4
    Benutzer * Avatar von Rhipsalina
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    Zitat Zitat von Frau Schneck Beitrag anzeigen
    Dann habe ich noch eine Frage zu der Farbveränderung: ist es normal, dass einige Triebe rötlich sind, oder kommt das auch von diesen Läusen?
    Hi Frau Schneck

    Ich habe genau die selbe Huernia und sie ist völlig gesund und hat auch diese rötliche Färbung.
    Von den Läusen kann es also nicht kommen.

    LG
    R.
    Home ist wo mein kleiner grüner Kaktus steht

  5. #5
    Administrator ***** Avatar von samsine
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    Wie Ripsalina schon schreibt, ist die rötliche Färbung der Triebe ganz normal, also keine Sorgen machen.

    Zitat Zitat von Frau Schneck Beitrag anzeigen
    Wie sieht das eigentlich mit anderen Pflanzen aus?
    Wenn die anderen Pflanzen auch in solch verkalkt/verkrustetem Substrat stecken, dann auf jeden Fall umtopfen. Die Huernia scheint in einem Topf ohne Abzugslöcher zu stehen. Das ist gar nicht gut für sukkulente Pflanzen. Man sollte immer Kontrolle über das aufgenommene Wasser haben. Deshalb Topf auf Untersetzer oder wenn in Übertopf, dann ca. 30 Minuten nach dem Gießen den Topf herausnehmen und überschüssiges Wasser ausschütten.
    Die anderen Pflanzen auf jeden Fall kontrollieren. Beim Umtopfen schauen, ob weiße Ablagerungen im inneren des Topfes sind. Das kann ein Hinweis auf Wurzelläuse sein.
    Hast du dich schon nach geeignetem Substrat umgeschaut? Viele Kakteengärtnereien bieten es an. Allerdings sind die Versandkosten recht hoch, wenn man nur Substrat kaufen möchte. Hat man zusätzlich noch das ein oder andere Pflänzchen ins Auge gefasst, dann hält es sich die Waage.
    Gute Erfahrungen wurden z.B. mit Substraten von Vulkatec gemacht. Der Preis ist top und die Lieferung schnell.

    Beste Grüße
    Frauke

  6. #6
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    So, endlich schaffe ich es Rückmeldung zu geben. Manchmal hat ein Tag einfach zu wenig Stunden.

    Da bin ich aber beruhigt, dass die rote Färbung normal ist.

    Ich habe die Huernia in eine Mischung aus Seramis, Lava und etwas Erde gesetzt.
    Leider ist bei der "Waschaktion" einer der Triebe abgebrochen. Aber während er auf dem Küchenpapier lag, haben sich rund um den Stumpf kleine Knubbelchen gebildet, ich schätze, dass das neue Wurzeln sind!? Kann ich den einfach mit in den Topf zum Rest der Pflanze stecken und er wurzelt dann wieder? Oder muss ich den anders behandeln?

    Umgetopft sind die beiden anderen auch schon (hatten sich Gott sei Dank nicht angesteckt), habe aber dabei gesehen, dass bei der Aloe Humilis einige der äußersten Blätter an der Basis weich sind, "verwächst" sich das wieder, jetzt wo sie nicht mehr in nasser Erde steht?

    Und nun nochmal VIELEN DANK samsine für den Tipp mit dem Spiritusbad, das hat sehr gut geholfen und sie hat es sehr gut vertragen.
    Jetzt muss die Huernia nur noch das neue Substrat mögen, denn auf Nachfrage, wie alt die Gute denn sei, wurde mir gesagt, so ca. 20 Jahre und sie hätte immer in normaler Erde gestanden.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Frau Schneck

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