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Thema: Winterharte Banane will blühen

  1. #1
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von kakteenfritze
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    Standard Winterharte Banane will blühen

    Hallo liebe Pflanzenfreunde,

    ich will Euch heute mal meine Bananenstaude vorstellen.
    Nach mehreren Mißerfolgen, haben mir Nachbarn gesagt, daß sogenannte winterharte Bananen nur mit entsprechenden Vorkehrungen winterhart sind. (Die Nachbarn hatten ihre mehrere Jahre kultivierte Pflanze verloren, nachdem sie sie einen Winter nicht eingepackt/abgedeckt hatten.) Also habe ich mich 2012 nochmal rangewagt und mir ein neues Pflänzchen von damals ca. 40 cm Höhe gekauft. Sie bekommt jedes Jahr einen Wintermantel aus Kirsch- und Pfirsichlaub, der von einem Ring aus Maschendraht bis auf knapp einen Meter Höhe dicht bei den Stämmen der Pflanze gehalten wird. So treibt sie dann jedes Frühjahr aus den alten Stämmen wieder aus und wächst binnen weniger Monate mehrere Meter hoch, von Jahr zu Jahr mehr. Ich schätze, daß sie in diesem Jahr ca. 4 Meter haben dürfte:

    170820-DSC_0370.jpg

    So sieht der Neutrieb normalerweise aus. Zusammengerollt wachsen die Blätter erst in ihrer ganzen Länge aus dem Herz der Pflanze, bevor sie sich aufrollen:
    171023-DSC_0461.jpg

    Vorgestern habe ich folgendes entdeckt:
    171023-DSC_0462.jpg 171023-DSC_0460.jpg
    Bei diesem einen Stamm rollen sich die Blätter sofort auf und sind deutlich kleiner als normal. Die Blattstiele dieser kleinen Blätter bilden bzw. verhüllen eine kolbenartige Verdickung. Ich gehe davon aus, daß die Pflanze sich anschickt zu blühen.
    Wohl ist das etwas spät für dieses Jahr. Ich freue mich aber trotzdem, daß der Banane ihr Standort scheinbar gut gefällt.

    Es grüßt Euch
    Ingo.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Thomas Kühlke
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    Mein lieber Ingo, das ist ja sensationell!!
    Ich habe auch eine Musa ensete, die kommt aber per Rollbrett immer wieder ins WQ.
    Hier im Hamburger Umland kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das mal so klappen könnte.
    Glückwunsch!!
    Kakteensammeln ist eine schwere, internationale Krankheit, wer von ihr infiziert wird, ist nicht mehr zu retten!
    Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von kakteenfritze
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    Lieber Thomas,

    danke für Dein Interesse.
    Ja, das machst Du richtig, denn die ensete muß rein. Dies hier ist eine basjoo. Falls Deine auch als "winterhart" erworben wurde, könnte es mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls eine basjoo sein. Dann solltest Du auch im hohen Norden unbedingt einen Freilandversuch wagen. Schließlich kindelt sie ja ohne Unterlaß, sodaß immer Nachwuchs vorhanden ist. So ein Laubmantel um die Pflanze ist schon sehr effektiv.

    Liebe Grüße.
    Ingo

  4. #4
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    Hallo Ingo,
    da hast du wirklich ein schönes Exemplar!
    Wie weit Winterhart soll deine basjoo sein? Rein aus Interesse

    Liebe Grüße
    Galli

  5. #5
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von kakteenfritze
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    Hallo Galli,

    ich glaube, diese Art wird meist bis -10°C winterhart angegeben.
    Das muß man aber wie gesagt mit Vorsicht genießen und die Wurzeln und - wenn möglich - auch die Stämme mit Laub, Rasenschnitt o.ä. schützen.

    Liebe Grüße.
    Ingo

  6. #6
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    Danke für deine Info.

    Liebe Grüße
    Galli

  7. #7
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von kakteenfritze
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    Gerne, Galli,

    nachdem es nun letzte Nacht erstmals in diesem Herbst/Winter Frost gab, habe ich alle Blätter entfernt, bis zum Blütenansatz mit Jute umwickelt und jetzt wird nach und nach mit Laub aufgefüllt.

    Es grüßt
    Ingo.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Andreas75
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    Hallo!

    Erstmal Glückwunsch zur genialen Banane!
    Steht denn dieses Maschendrahtgerüst der Witterung völlig ausgesetzt im Freiland, oder schützt Du das ganze noch vor Nässe?

    Man sagt nämlich, die Blätter halten bis -2 Grad aus, der Stamm bis -5 und die Wurzel bis -10.
    Und so habe ich letztes Jahr (erste Überwinterung) auch ein Gestell um die abgeschnittene Banane gebaut und mit nicht ganz trockenem Laub von unserem großen Apfelbaum gefüllt.
    Es wurde letzten Winter bis - 10 Grad kalt, und im Frühjahr kam das böse Erwachen- Apfellaub auf 40 cm Höhe zusammen gesunken und oberirdisch alles abgefroren... Hatte die Banane dann für verloren geglaubt, bis sie doch tatsächlich Ende Mai/ Anfang Juni aus der Wurzel neu austrieb. Die -10 Grad mit dick Laub drauf kann ich für die Wurzel also bestätigen, aber: Erleben mag ich sowas nicht nochmal.

    Daher würde ich lieber mit trockenem Stroh arbeiten, auf dem Boden nur etwa 40 cm recht trockenes Laub, und dann außenrum wie obendrauf was nässeschützendes aufbauen wollen. Darum interessiert mich, ob dann bei Dir noch was drum kommt, oder ob das dann einfach alles so offen da steht?

    Danke und Grüße,
    Andreas
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie der trockenste Wüstenboden die schönsten Blüten hervorbringt...

  9. #9
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von kakteenfritze
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    Hallo Andreas,

    das Ganze wird bei mir nicht weiter geschützt.
    Ich glaube, Du wirst Dich an das "böse Erwachen" im Frühjahr gewöhnen oder ein mitwachsendes Gwh drum bauen müssen. Von den Stängeln bleibt meist nur sehr wenig übrig. Trotzdem will ich dieses Jahr mal versuchen, etwas mehr von ihnen zu erhalten. Dazu will ich das Laub bis auf ca. 1,80 m Höhe auffüllen.
    Wenn das Laub bei Dir im letzten Jahr auf 40 cm zusammengesackt ist, war es vielleicht noch zu wenig. Stopf' es ein bisschen. Nässe kann dabei übrigens sehr hilfreich sein.
    Ich habe auch schon gesehen, daß die Stämme mehrfach mit Jute umwickelt wurden. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, daß das allein funktioniert, aber derjenige wird's schon wissen, denn seine Pflanzen sind noch kräftiger als meine.

    Beste Grüße und gutes Gelingen wünscht
    Ingo.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Andreas75
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    Hallo Ingo!

    Vielen Dank für die interessante Info. Ich hatte bislang immer, anhand der vielen "Musterbilder" überwinterter Basjoos im Netz, angenommen, das ein voll erhaltener Stamm die Regel wäre und so immer zu sein hätte. Wenn das recht tiefe Abfrieren aber üblich ist, hast Du mir schon viel Last von der Seele genommen, danke !

    Und interessant, dass es bei Euch in Düsseldorf scheinbar soviel milder ist. Ich weiß zwar, dass es bei Euch auch Halsbandsittiche gibt, die in der Regel das Rheintal nicht verlassen, aber so doch relativ witterungsausgesetzt gutes Überwintern der Banane hätte ich nicht erwartet. Hier oben muss ich sie wohl aber dennoch besser schützen, weil 's hier am Nordrand des Westerwalds sehr gerne nasskalt ist.
    Den letzten, doch mal wieder recht kalten und schneereichen Winter inkl. Spätfrost Ende April haben meine junge, ausgepflanzte Steineiche und überraschenderweise auch die Keulenlilie (Cordyline) im Kübel sogar sehr gut überlebt, das Klima ist also auch hier schon gar nicht zu verachten im Vergleich zu dem, was ich aus meiner Berliner Zeit kenne (Gladiolen sind hier im Freiland winterhart und fruchten sogar, in Berlin ist beides utopisch). Aber doch zu nasskalt für so wasserreiche Pflanzen wie Bananen im Winter.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du sie im größeren Maßstab über den Winter bekommst, und sie dann nächstes Jahr vllt. wirklich zur Blüte kommt !

    Besten Gruß auch von mir !
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie der trockenste Wüstenboden die schönsten Blüten hervorbringt...

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