Zitat von
CABAC
Also ich verwende im Grunde die gleichen Pfropfunterlagen wie Du. Wobei ich Ceropegiaknollen und Stecklinge von Stapelia asterias aff vorziehe. Mit Hoodias (1 jährige Hybridensämlinge aus eigener Anzucht) hatte ich wohl auch witterungsbedingtes Pech. Der letzte Winter mag zwar kein Maßstab sein, aber er hat mich 60 % meiner Asclepienpfropfungen gekostet, darunter alle Hoodiapfropfungen.
Nach meinen Erfahrungen bieten (genügend große und gut wüchsige) Ceropegiaknollen gerade zu ideale Voraussetzungen für Pseudolithos (nicht Dodsonianus oder Mccoyi, aber die werden von vielen zu Anomalluma gestellt) Larryleachia oder Caralluma. Durch die Möglichkeit sehr tief zu Pfropfen erhält man sich ein fast natürliches Wuchsverhalten. Sollen auch sehr dauerhaft sein. Favorit ist bei mir natürlich die Stapelienunterlage. Sie steht mir im Gegensatz zu Ceropegia auch zahlenmäßig mehr zur Verfügung bzw. lässt sich als Steckling viel schneller vermehren. Gibt man ihnen Zeit zum wachsen, lassen sie sich sogar tief schneiden (haben so gut wie keinen harten Leitbündelring) und man erhält eine ziemlich breite Auflage. Problematisch ist allerdings bei diesen großen Unterlagen aber auch der reichliche Saftfluss. Mehrmaliges Abtupfen mit stets unbenuzten Küchenkrepp ist unvermeidlich. Ungeeignet als Pfropfunterlage hat sich Stapelia gigantea gezeigt; obwohl wegen des großen Triebdurchmesser nahe zu ideal, sind mir mit dieser Unterlage keine Pfropfungen gelungen.
Meine Lieblingsunterlage benutze ich auch als Notpfropfungsunterlage. Weichfleischig wie nun mal ist, pumpt sie sich auch zur ungünstigen Jahreszeit inner halb eines Tages auf und steht mir somit kurzzeitig zur Verfügung. Hat allerdings der “schwarze Tod“ bei den Pseudolithos mal zugeschlagen ist eh nichts mehr zuretten.
Fazit: Als langlebig und dauerhaft haben sich m.M u.E. eben nur Ceropegiaknollen und gesagte Stapelienstecklinge erwiesen. Erstere weil man ihnen schön tief pfropfen kann und letztere weil sie dauerhaft sind.