Ja würd ich auch machen, die Biester auf jeden Fall in die Mikrowelle.
Die Sämlinge kann man ja notfalls vorher pfropfen.
Da oben sind sie dann ziemlich sicher!
MfG.
Torro
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Ja würd ich auch machen, die Biester auf jeden Fall in die Mikrowelle.
Die Sämlinge kann man ja notfalls vorher pfropfen.
Da oben sind sie dann ziemlich sicher!
MfG.
Torro
Hi Torro,
ich bitte, meine Ironie im letzten Beitrag zu verzeihen. Was ich (indirekt) ausdrücken wollte ist, dass Sterilisieren des Substrats zwar gegen ggf. vorher im Substrat vorhandene Trauermückeneier/-larven hilft, aber nicht gegen einen Trauermückenbesuch nach der Aussaat.
Ich hatte früher immer gedacht, ich hätte die Tierchen im Griff. Ein paar fliegen bei mir immer umher, weil ich halt auch diverse Epiphyten halte, deren Substrat oft leicht feucht und humos ist und ich so Trauermücken nie vollends ausgerottet bekomme. Für erwachsene Pflanzen sind die Tierchen auch eher unproblematisch. Aber wenn es ihnen gelingt, unter die Aussaat ihre Eier zu legen, beginnt ein echter Kampf. Trauermückenlarven sind m.E. die größte Gefahr für Sämlinge, noch vor Pilzen. Ich habe diesmal lange kämpfen müssen, um die Trauermückenlarven aus meiner September-Aussaat restlos zu verscheuchen. Glücklicherweise gingen nur drei Astrophytum myriostigma-Sämlinge dabei drauf. Aber bis dahin hatte ich diverse BI58-Anwendungen und Gießen mit BT zu absolvieren.
Bei akuter Bedrohung würde ich zudem, wenn die Sämlinge schon groß genug sind, zu sofortigem Pikieren raten.
Die letzten Erfahrungen mit den Trauermücken haben mich dazu bewogen, die Aussaaten im Januar und Februar nach der Fleischer-Methode durchzuführen. Da hat man eine Sorge weniger: In jedem Fall keine Trauermücken!
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
Hi,
wenn ich so auf die Ausfälle in meinen 2008er und 2009er Aussaaten zurückblicke, kann ich die Beobachtung von Hardy_whv bestätigen: Auch bei meinen Sämlingen ist der größte Feind die Trauermücke(nlarve), mit großem Abstand kommt als nächstes die Spinnmilbe. Von Pilzen und Fäulnis war ich bisher fast völlig verschont.
Ich verwende die Gelbtafeln nur als Indikator für Trauermückenbefall. Schon beim kleinsten Anzeichen (EINE Trauermücke auf der Gelbtafel) setze ich den Bacillus thuringiensis ein ("Neudorff Stechmückenfrei"). Oft ist dann Ruhe, aber wenn es weitergeht, dann sind chemische Mittel dran.
Grüße von Captain Nemo!
Vorhin habe ich eine Trauermücke auf meinen Sämlingen entdeckt. Die war recht schlapp und lies sich von mir widerstandslos dem ewigen Kreislauf von Vergehen und Werden zuführen. Ob sie vorher ihre Eier abgelegt hat? Leider bemerken diese Insekten jeden Aussaatversuch sofort und steuern zielstrebig auf die Sämlinge zu, egal in welchem Raum sie vorher waren. Dass es ein wirklich helfendes Mittel gibt, ist mir neu. Meist bleiben Tiere übrig und befallen wieder die Sämlinge. Die "Fleischermethode" hat letztes Jahr einige meiner Sämlinge verpilzen lassen. Dieses Jahr decke ich die Sämlinge nachts ab, wenn die Temperaturen nicht so hoch sind, damit die Oberfläche des Substrates abtrocknet. Ein leichtes Spiel für Trauermücken. Ich denke, dass es keine Patentlösung gibt. Aber die Zahl verpilzter Sämlinge ist bisher deutlich geringer.
Marco
Hallo Marco,
ich habe auch in meinen Fleischer-Aussaaten (trotz akribischer Desinfektion aller beteiligten Stoffe) ein paar Pilz-Ansätze feststellen müssen. Da ich aber täglich meine Aussaaten inspiziere (und zähle :roll:), habe ich den Beginn der Verpilzung stets erkannt. Der sofortige Einsatz von Chinosol in der doppelten Dosierung (eine 1g-Tablette auf 1 Liter Wasser) hat den Pilz dann - toi, toi, toi! - stets zurückgedrängt. Gut: Das geht sicher nur, wenn man in nicht zu großem Umfang aussät.
Bei meinen konventionellen Aussaaten habe ich für die Phase der Abhärtung, wenn die Sämlinge nicht mehr in gespannter Luft stehen müssen, alle Öffnungen der Zimmer-Gewächshaus-Abdeckung mit dem Stoff von Damenstrumpfhosen versehen. Der ist so feinmaschig, dass da selbst Trauermücken nicht durchkommen.
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
Trauermücken bin ich bei Aussaaten bisher sehr erfogreich mit der "Rauchermethode" auf den Pelz gerückt. Einen Nikotin-Trank vertragen sie nun gar nicht und hingegen zu Bacillus thuringiensis hat es auch Kontaktwirkung.
Seitdem --- keine Probleme mit den Viechern.
Ach ja .. und ne "Moorpflanze" neben die Aussaaten zu stellen ist mehr als leichtsinnig :p
Grüße
Bernhard
Hardy beim Chinosol gebe ich auch 1g auf 1 Liter Wasser und habe damit gute Erfolge erzielt , es schimmelte nichts mehr.
In den Jahren vorher als ich es noch nicht benutzte war der Schimmel ein unbeliebter Dauergast. :(
TM Larven haben mir auch schon mal die Sämlinge gehimmelt. Seitdem habe ich immer Neudomück in Reserve für die Aussaaten. Man inspiziert sie ja doch sehr regelmäßig.
Hallo Brigitta,
ich habe bis dato immer 0,5g Chinosol auf 1 Liter zur Prophylaxe verwendet und 1g nur bei akutem Befall. Hatte bei meiner diesjährigen Fleischer-Aussaat zwei, drei Tüten, in denen sich Pilze breit machen wollten. (Hab ich recht früh durch ein paar Pilzfäden erkannt.) Und das, obwohl alles sterilisiert worden war und ich dem Wasser 0,5g Chinosol / Liter zugegeben hatte. Musste die entsprechenden Plastiktüten aufmachen und mit der erhöhten Dosis besprühen, worauf der Pilz auch wieder verschwand. Vielleicht sollte ich nächstes mal direkt die Dosierung 1g/Liter verwenden?
Hat irgendjemand andere Erfahrungen mit der Dosierung?
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
Hardy versuche es einfach, das geht wirklich super.
Mit 0,5g auf 1 Liter Wasser habe ich noch keine Erfahrungen.