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Mumifizierter Ariocarpus
Mumifizierter Ariocarpus
Nun hat es ausgerechnet meinen Ariocarpus kotschoubeyanus var. elephantidens erwischt, der Pflanze, der ich besondere Pflege zuteil werden ließ.
Als ich sie im Juli dieses Jahres erwarb, musste ich erst einmal den Plastiktopf mit einer Nagelschere zerlegen um die Rübenwurzel, die sich durch ein enges Abzugloch gezwängt hatte um dann wieder in vollem Umfang weiterzuwachsen aus der Zwangslage zu befreien. Einige Tage habe ich sie danach zum Abtrocknen offen liegen lassen und dann in ein, unter dem Namen Ariocarpensubstrat (besteht aus Bims mit Lehmbeimischung) von meinem Lieferanten erworbene Mischung eingebettet. Um auch ständig über die Feuchte im Substrat bescheid zu wissen, habe ich dem Sensibelchen extra aus CD-Hüllen einen durchsichtigen Topf (Modell "Rootwatch") maßgeschneidert, dem ein normale Plastiktopf als Übertopf diente.
Gewachsen ist die Pflanze seit Juli zwar nicht und die Knospe wollte sich auch nicht öffnen, aber noch Mitte Oktober war die Rosette frisch grün, schien sich sogar noch etwas weiter zu entfalten, bis es dann Ende des Monats merklich kühler wurde und die Farbe ins bräunliche wechselte. Heute nun habe ich die Pflanze ausgetopft und musste feststellen, dass sie völlig ausgehöhlt ist und nur noch aus Haut besteht. Das Substrat fühlt sich völlig trocken an, lediglich an der Wurzelspitze ist Feuchtigkeit festzustellen, die aber wohl eher vom letzten Rest des Pflanzensaftes, als vom Gießwasser herrühren sollte.
Was könnte diese Mumifizierung bewirkt haben, der Fluch der Pharaonen, ein übler Virus?
Die gemeine Fäule, verursacht durch zuviel Gießen sollte doch eher eine matschige Wurzel zur Folge haben, oder ?
Bild vom 9. Okt.
http://www.bildercache.de/thumbnail/...-135624-69.jpg
Bild von heute
http://www.bildercache.de/thumbnail/...-133750-57.jpg
Über sachdienliche Hinweise die zur Aufklärung der Todesursuche führen, aber auch über tröstende Worte oder Einträge in die Kondolenzliste würde ich mich freuen.
Gruß Uwe
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"musste ich erst einmal den Plastiktopf mit einer Nagelschere zerlegen um die Rübenwurzel, die sich durch ein enges Abzugloch gezwängt hatte um dann wieder in vollem Umfang weiterzuwachsen aus der Zwangslage zu befreien. "
Hi,
vieleicht wurde die Rübe beim Topf zerlegen stärker verletzt,die Trockenzeit danach war zu kurz und Fäulnis hat den Rest bewirkt............
Wie dem auch sei, schade um die schöne Ariocarpus.
Gruss
Jürgen
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Hi Uwe
Mein Beileid zu deinem Verlust :cry: :-!
Aber doch noch mal zurück weist du ob sie schon vorher geblüht hat?
Gerade bei Ariocarpus findest du zwischen den Areolen häufig noch Samen, würde wenn die Pflanze nicht mehr zu retten ist,so wie es aussieht
ist das wohl der Fall ! Sie einmal Auseinanderpflücken !
gruss Reviger
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Hallo Uwe.
Wenn auch etwas unwahrscheinlich, vllt. ist Dein Ariocarpus das Opfer von Trauermücken.
Diese bohren sich von unten in die Pflanze und hinterlassen sie in dem von Dir beschriebenen Zustand.
Das mit den Samen klappt natürlich nur, wenn eventuelle Blüten von einer zweiten blühenden Pflanze bestäubt wurden denn Ariocarpen sind selbststeril.
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Danke für die rege Anteilnahme!
@Tron
Die Nagelschere hat zumindest keine sichtbaren Verletzungen am Wurzelhals verursacht. Allerdings werde ich in Zukunft, bei solchen Arbeiten, die Instrumente vorher mit Alkohol desinfizieren.
@ Reviger
Bei dem beschränkten Platz der mir zur Verfügung steht wüßte ich nicht, wo ich dann die vielen Ariocarpensämlinge unterbringen sollte. Da mein Aztekium ritteri (ist wohl selbstfertil) ständig am Aussamen ist sehe ich schon jetzt diesbezüglich riesige Probleme auf mich zukommen :D
@Echinopsis spez.
Habe gerade den Ariocarpus unters Mikroskop gelegt und konnte kleine Tierchen entdecken, die sich eiligst ins Innere der hohlen Pflanze verkrochen. Sie haben eine Körperform ähnlich der von Blattläusen, ca. 0,5mm Durchmesser und eine glasig hellbraunen Färbung. Vielleich sind es Milben ?
Bliebe allerdings noch die Frage ob sie für den Schaden verantwortlich sind oder sich lediglich als Resteverwerter betätigen.
Ansonsten habe ich aktive Trauerarbeit geleistet und mir gerade einen gepfropften Ariocarpus confusus gekauft, um die entstandene Lücke, die mich ständig an den Verendeten erinnert, wieder zu schließen.
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Hallo Uwe.
Die von Dir beobachteten Tiere sind wahrscheinlich Springschwänze.
Diese ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial, sind also wie von Dir vermutet Resteverwerter.
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Hi magnificus
Also für die Aztekium .ritteri Sämlinge denke ich mal gibt es bestimmt den einen oder anderen Abnehmer :lol:
Gruss Reviger
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@ magnificus
Die von Dir beschriebenen Tierchen sind ganz sicher keine Springschwänze, sondern Hornmilben: braun, glänzend, gewölbter Körper, lichtscheu und wieselflink unterwegs, klein, man sieht sie nur mit einer guten Lupe. Ich habe die seit Jahren auf meiner Sammlung, habe in diesem Sommer einige eingefangen und im Institut für Pflanzenkunde in Hamburg identifizieren lassen. Der Fachmann dort hat mich beruhigt. Es sind Raubmilben, die der Pflanze aber nichts tun. Und ich habe wirklich auch noch keinen Kaktus durch sie verloren, durch die Spinnmilbe schon eher....! Gruß, uschi
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Uschi,
mit Deiner Vermutung, es handelt sich um Hornmilben, liegst Du, falls es zutrifft, dass etwas was wie eine Hornmilbe aussieht und sich wie eine Hornmilbe bewegt nur eine Hornmilbe sein kann, völlig richtig!
http://hypersoil.uni-muenster.de/0/0.../Hornmilbe.wmv
[/quote]
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Na, sag ich doch! Und was ich noch sagen wollte - die Biester sind resistent gegen jedes Gift! Was habe ich schon alles gespritzt...In diesem Jahr habe ich den Kampf gegen sie aufgegeben, aber wie ich schon schrieb - ich habe mir vom Fachmann ihre Harmlosigkeit bestätigen lassen. Uschi