hallo kakteenfreunde,
kann mir jemand sagen, ob man die roten früchte essen oder sonst etwas damit anfangen kann, z.b. likör ansetzen....
danke für tipps und liebe grüße
beate
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hallo kakteenfreunde,
kann mir jemand sagen, ob man die roten früchte essen oder sonst etwas damit anfangen kann, z.b. likör ansetzen....
danke für tipps und liebe grüße
beate
Hallo Beate,
ich esse sie,:grin:
Likör weis ich nicht.
Hallo Ramponade,
zeig uns doch bitte einmal Deine O. humifusa mit den Früchten dran.
Ich wünsche Dir schon einmal einen guten Appetit. :grin:
Bin zwar nicht Beate,
aber guckst du hier
http://www.kakteenforum.de/showthread.php?t=14383
Danke Olf für den Hinweis. Dort lese ich eher seltener, da ich mich mit der Bestimmung eh nicht auskenne :grin:
Das ist aber eine schöne O. humifusa und die Früchte sehen lecker aus. Hast Du denn zwei verschiedene O. humifusas?
hallo stachelfee,
nein, das ist nur eine, aber die wuchert wie 3..... (möchtest du ein stück?)
liebe grüße
beate
Hallo Beate,
Dein Angebot ist lieb, aber ich habe selbst eine Opuntia humifusa. Die gab es mal bei uns im Gartencenter und da habe ich natürlich zugeschlagen. Ich wundere mich nur, daß Deine Opuntia Früchte angesetzt hat - da muß doch irgendjemand bei der Befruchtung geholfen haben. Hast Du noch andere blühende Opuntien? :grin:
hallo stachelfee,
nein, weitere opuntien habe ich nicht, werde ich auch nicht haben - aus platzmangel .... wenn ich einen garten hätte, vielleicht.
bis vor 1 woche wusste ich nicht einmal, wie die heißen..... bestäuben???? :roll:
wie geht das denn?? mir wurde der kaktus vor einigen jahren geschenkt, soviel ich weiß war er von obi. zwei jahre später hat er geblüht, und er kriegt auch immer diese früchtchen nach der blüte.
lg
beate
Schau einfach mal den Bienen zu. Die fliegen von Blüte zu Blüte, kriegen dabei was vom Pollen (der männliche Teil der Blüte) ab und tragen den zur nächsten Blüte. Wenn dort was auf den Griffel (weiblicher Teil der Blüte) kommt, wird die Blüte bestäubt.
Bei den Kakteen ist es jedoch so, dass bei den meisten Arten der Staub einer anderen Pflanze der selben Art her muss. Mit dem eigenen Staub findet keine Befruchtung statt. Daher auch die Frage nach anderen Pflanzen der Art oder anderer Arten (das gäbe das Hybriden, also "Mischlinge"). Denn nur so bilden sich Früchte und Samen.
Es gibt also mehrere Möglichkeiten:
- Es befinden sich in der Nachbarschaft noch Opuntien in Blüte.
- Deine Opuntia setzt Früchte an, in denen sich aber keine fruchtbaren Samen befinden (also so ne Art Scheinschwangerschaft).
- Oder die Pflanze ist selbstfertil, kann also doch mit dem eigenen Blütenstaub bestäubt werden. Aber m.W. ich O. humifusa selbststeril.
Sind in deinen Früchten Samen?
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
hardy, keine ahnung... aber ich nehme an, dass, wenn ich so ein ding aufschneide, kleine runde kügelchen sein müssten. ich werde mal einen "diagnoseversuch" machen... oder möchtest du, dass ich dir eine frucht schicke?
liebe grüße
beate
Hi Beate,
nicht nötig, danke. Aber da du dich ja sowieso bald an den Verzehr der Früchte machen willst, wirst du's ja bald sehen. Die Samen sind in der Tat kleine Kügelchen.
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
Hallo Beate,
genau wegen Hardys Erklärungen hatte ich nach einer weiteren Opuntie gefragt. Und sind Samen drin? Die Samen wirst Du nicht übersehen können, wenn welche drin sind. :grin:
.. noch etwas: die früchte müssten ja noch vom letzten jahr sein... oder nicht oder doch oder wohl???:D
Hallo Beate,
das glaube ich auch, daß die Früchte vom letzten Jahr sind. Also ran an die Frucht. Ich bin schon sehr gespannt, ob Samen drin sind. ;-)
nun hab ich mich herangewagt, eine frucht geöffnet:
samen sind drin
fruchtfleisch-farbe wie rote beete
geschmack, naja, nicht wie ich die fichi d'india aus italien in erinnerung habe
und ... autsch ... stacheln sind auch dran
... ich hoffe ja nicht, dass die giftig sind :-?
ansonsonsten: bis im nächsten leben!
Hallo Beate,
ich finde das alles sehr lustig.Aber du brauchst keine Angst haben das die giftig sind,sonst würde hier der erste Geist schreiben.:grin:
Und die Früchte sind schon vom letzten Jahr.
Hallo Beate,
das ist eine Überraschung, daß in der Frucht Samen drin sind. Dann reicht wohl doch eine Opuntia aus, um an Samen zu kommen. Oder sind bei Dir im Topf mehrere Ohren drin gewesen? Könnten ja verschiedene Mutterpflanzen sein - glaube ich aber nicht. Giftig sind die Früchte vom letzten Jahr nicht. :) Aber fange jetzt nicht an zu singen. ;)
Hab in meiner Literatur noch mal gesucht. Opuntia humifusa ist selbststeril.
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
ich finde, dass die früchtchen, obwohl sie sie schon so alt sind, recht saftig sind.... eigentlich müssten sie ja eher mit rosinen zu vergleichen sein :roll:
jedenfalls war das eine nette erfahrung.
ob ich mal probiere, ein gläschen gelee daraus zu machen?
ög
beate
Hallo,
ich war jetzt doch mal neugierig auf die Opuntia humifusa von Ramponade, weil sie so schön blüht und eben Früchte ansetzt, obwohl es keine zweite O. humifusa gibt. Sie hat mir netterweise ein paar Ohren geschickt. Nochmals vielen Dank an Ramponade. :grin: Als ich die Ohren von der Opuntia humifusa sah, war ich total überrascht, denn sie ist viel größer als meine O. humifusa. Ich habe mal das größte älteste Ohr ausgemessen - 14 cm. Meine O. humifusa hat aber nur eine Ohrgröße von ca. 6 cm. Und dann ist an den anderen Ohren noch Stacheln dran. Hm, ich dachte immer, daß die O. humifusas keine Stacheln haben. Ich gehe davon aus, daß es sich um irgendeine Kreuzung handelt. Das würde dann auch erklären, warum sie sich selbst bestäuben kann, oder? Oder habe ich nur eine mickrige O. humifusa und die o. g. Größe ist normal?
Hallo Stachelfee
Das O.humifusa immer (fast) dornenlos sei, ist eine weitverbreitete und nicht ganz korrekte Meinung ;-). Bei uns sind einfach viele dornenlose Klone im Umlauf, aber es gibt welche, mit teils recht langen Dornen.
O.humifusa ist nahezu in allen Bundesstaaten der USA verbreitet (ohne Alaska natürlich:D) und kommt selbst im tropischen Florida oder auf den Inseln im Golf von Mexiko vor (zb. auf Sanibel Island; habe dort sogar selber welche am Strand wachsen sehen). Und sie kommt auch in Europa wild vor, wie zB. hier in der Schweiz.
Diese Art ist daher sehr variabel, von kleingliedrig bis recht grossgliedrig. Ich habe zu Hause im Steingarten eine humifusa mit über 15cm grossen Trieben, die aus dem Wallis sind aber auch nur um 5cm. Humifusa blüht immer gelb, teils mit schönem roten Kelchinnern.
Selbst meine heimische und angeblich dornenlose Walliser humifasa bildet im Alter einzelne Dornen aus. Und auch vor Glochidien an den Areolen und Früchten ist man bei O.humifusa nicht sicher - also aufgepasst!
O.humifusa ist keine typische Wüstenpflanze, denn sie gedeiht lieber in feuchterem Klima, wo es aber längere Trockenperioden gibt - ideal also zB. für inneralpines, semi-arides Klima.
Grüsse, Uwe
von den glochidien kann ich ein lied singen.... in den letzten tagen war ich immer ein bisschen an der opuntia dran,und ich habe permanent solche dingerchen an den händen :x
sagt mal: hat man als kakteen-liebhaber eigentlich immer lupe und pinzette griffbereit? ;)
lg
beate
Einen netten Eindruck über die Variationsbreite von Opuntia humifusa kann man/frau hier gewinnen.
Gruß,
Hardy http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif
tolle fotos. danke. meine sehen im winter auch wie die
"Opuntia humifusa, Ticondaroda Farms, January, Chantilly, VA" aus.
sehr interessant die zum teil kreisrunden ohren. so ein schönes rundes öhrchen hatte ich noch nie..
lg
beate