Mumifizierter Ariocarpus
Nun hat es ausgerechnet meinen Ariocarpus kotschoubeyanus var. elephantidens erwischt, der Pflanze, der ich besondere Pflege zuteil werden ließ.
Als ich sie im Juli dieses Jahres erwarb, musste ich erst einmal den Plastiktopf mit einer Nagelschere zerlegen um die Rübenwurzel, die sich durch ein enges Abzugloch gezwängt hatte um dann wieder in vollem Umfang weiterzuwachsen aus der Zwangslage zu befreien. Einige Tage habe ich sie danach zum Abtrocknen offen liegen lassen und dann in ein, unter dem Namen Ariocarpensubstrat (besteht aus Bims mit Lehmbeimischung) von meinem Lieferanten erworbene Mischung eingebettet. Um auch ständig über die Feuchte im Substrat bescheid zu wissen, habe ich dem Sensibelchen extra aus CD-Hüllen einen durchsichtigen Topf (Modell "Rootwatch") maßgeschneidert, dem ein normale Plastiktopf als Übertopf diente.
Gewachsen ist die Pflanze seit Juli zwar nicht und die Knospe wollte sich auch nicht öffnen, aber noch Mitte Oktober war die Rosette frisch grün, schien sich sogar noch etwas weiter zu entfalten, bis es dann Ende des Monats merklich kühler wurde und die Farbe ins bräunliche wechselte. Heute nun habe ich die Pflanze ausgetopft und musste feststellen, dass sie völlig ausgehöhlt ist und nur noch aus Haut besteht. Das Substrat fühlt sich völlig trocken an, lediglich an der Wurzelspitze ist Feuchtigkeit festzustellen, die aber wohl eher vom letzten Rest des Pflanzensaftes, als vom Gießwasser herrühren sollte.
Was könnte diese Mumifizierung bewirkt haben, der Fluch der Pharaonen, ein übler Virus?
Die gemeine Fäule, verursacht durch zuviel Gießen sollte doch eher eine matschige Wurzel zur Folge haben, oder ?
Bild vom 9. Okt.
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Bild von heute
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Über sachdienliche Hinweise die zur Aufklärung der Todesursuche führen, aber auch über tröstende Worte oder Einträge in die Kondolenzliste würde ich mich freuen.
Gruß Uwe

