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Klimaprobleme bei mexikanischen Kakteen?
Hi @ll!
Habe einen Teil meiner Kakteensammlung nach draußen gebracht, darunter auch Ariocarpen und Lophophoren.
Nun habe ich bei 2 dieser Kakteen merkwürdige Symptome gefunden, alle anderen Ariocarpen und Lophophoren haben das nicht. Alle stehen im gleichen, mineralischen Substrat und wurden gleich gegossen (erst nach völligem Abtrocknen, durch Holzstäbchen überprüft, ca. alle 1-2 Wochen, je nach Sonnenintensität). Keine der Pflanzen musste im Regen stehen und keine hat Nachttemperaturen von weniger als 8 Grad aushalten müssen.
Bei der Lophophore färbt sich der untere Teil rot, der Körper ist ungefähr so weich wie während der Winterruhe. Das Weiche (nicht die Verfärbung) gilt übrigens für alle 3 Lophophoren, die ich draußen habe. Die, die ich drinnen behalten habe, haben einen deutlich festeren, pralleren Körper bekommen.
Beim Ariocarpus scheinen die äußersten Blättchen leicht bräunlich zu werden und "einzuschrumpeln". Komisch, auch hier ist bei dem Exemplar, das ich drinnen behalten habe, keine Verfärbung oder Einschrumpelung zu verfolgen. Habe noch einen anderen Ariocarpus draußen, der scheint auch etwas "eingeschrumpelt" zu sein, aber nicht verfärbt.
Was meint ihr, was das Problem sein könnte? Luftfeuchtigkeit? Zuviel Sonne? Zu kalt? (Nachttemperaturen von 8-10 Grad)
Was könnte ich tun, um das Problem abzustellen? Jemand eine Idee? Gestern habe ich die erste Düngung vollzogen, um evtl. Nährstoffmangel auszuschließen.
Danke für eure Hilfe!
Gruss
DenisM
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Hallo zusammen,
die Lophos werden immer schrumpliger und weicher, die Ariocarpen sehen immer noch ca. gleich eingeschrumpelt aus... Ist es normal, dass sich die äußeren Blätter verfärben und abfallen?
Meint ihr, ich soll die Pflanzen mal in den Schatten stellen? Die letzten 4 Tage waren heiss und sonnig, davor eher bedeckt und regnerisch.
Ich überlege, falls es sich bis zum nächsten Wochenende nicht gebessert hat, sie auszutopfen, die Wurzeln zu kontrollieren und dann nochmal zu berichten. Vielleicht könnte man ja mit der Vogelsand-Methode und dem "feucht-halten" auch solche Exemplare wieder zur Feinwurzelbildung bringen? Irgendwie scheint es mir, dass die Feinwurzeln fehlen (was bei dieser Art aufgrund der absolut trockenen Überwinterung eigentlich normal ist... ) und sich offenbar noch nicht bilden konnten...
Was meint ihr?
Gruss
DenisM
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So, heute mal bei dem am kränklichsten aussehenden Exemplar angefangen und alles schön mit Fotos dokumentiert...
1. ausgetopft, wurzelnackt.. der Wurzelhals fühlte sich auch weich an, ich befürchte Fäulnis. Die Rüben selber sind aber steinhart und ich finde keine faulenden Wurzeln
2. Detailausschnitt Wurzeln, einige wenige weiße Wurzelspitzen kann man ausmachen
3. altes Substrat (1/3 Akadama, 1/3 Quarzkies, 1/3 Blähschiefer), grobe Körnung
4. neues Substrat (1/3 Akadama, 1/3 Quarzkies, 1/3 Sand), feine Körnung
5. Topfvergleich alt - neu
6. eingetopft
Mal gucken, ob er sich wieder fängt..
Überlege grad, ob ich diese Prozedur für den schwächelnden Ariocarpus wiederholen soll, was meint ihr.. Substrat ist das gleiche...
Gruss
Denis
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Zu spät, habe mich doch noch entschieden, den Ariocarpus auch umzutopfen, da sein Zustand sich mehrere Wochen lang, auch bei Sonne, nie gebessert hat. Frei nach dem Motto.. wenn nicht jetzt, wann dann?
Bei ihm sieht es mit den Saugwurzeln um einiges besser aus, man sieht deutlich am unteren Ende einen Akadamabrocken mit vielen feinen Saugwurzeln. Habe beim Umtopfen drauf gedachtet, sie nicht zu beschädigen und ihm auch ein feineres Substrat gegönnt.
Ich überlege, die Pflanzen reinzuräumen, da, wie gesagt, die Pflanzen der gleichen Art drinnen auch im gröberen Substrat deutlich besser aussehen. Und ich befürchte, die Kälte und die hohe Luftfeuchtigkeit macht den Pflanzen auch zu schaffen.
So, und jetzt heisst es 2 Wochen warten, vor dem ersten Gießen (als ich die Pflanzen ausgetopft hatte, war das Substrat noch nass, habe vor einer Woche gegossen und seitdem nur Regenwetter...)
edit: habe jetzt auch noch bei meinen Lophofotos eins gefunden, wo man die Saugwurzeln gut sehen kann... siehe Anhang.
Also kann es nicht (nur) am Substrat gelegen haben und ich werde meine Entscheidung durchführen, die Pflanzen nach drinnen zu räumen, wo bessere Temperaturen und eine trockenere Luft herrschen...
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Endbericht:
Nachdem ich die beiden am Wochenende zum ersten Mal nach dem Umtopfen gegossen habe und sie heute den ersten vollsonnigen Tag erleben durften (Temperatur auf Substratoberfläche laut Thermometer 47 °C), haben sich beide augenscheinlich sehr gut erholt.
Der Lopho ist ein richtiger, steinharter Wonneproppen geworden (nix mehr mit weich) und der Ariocarpus ist auch wieder schön grün.
Anbei noch Fotos vom Zustand Stand heute.
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Stand heute
die beiden sind nun gut vorbereitet auf die Winterruhe (guckt mal, wieviel Wasser der Lopho eingelagert hat ;) ).. der Ario ist auch neu ausgetrieben, wie man am Vergleich der Fotos sehen kann. Die weißen Flecken auf dem Lopho ist ehemaliger Sonnenbrand, der durch das Wachstum dann "auseinandergezogen" wurde.