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Thema: Pereskiopuntia monstrose

  1. #21
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    Zitat Zitat von elkawe Beitrag anzeigen
    Köpfe ich eine Pereskiopsis und giesse und dünge reichlich, kommen zwangsläufig zahlreiche Kindel.
    Das ist sogar so. Aber Hormone sind keine Viren.
    Zitat Zitat von CBCAtze Beitrag anzeigen
    . Es reicht doch schon ein kleines Loch im Scheitel, und schon hat man, nach deiner definition, von jeder beliebigen Sorte Kaktus ein "monstrum" geschaffen, also bräuchte man dazu nicht mal mehr zu propfen oder iergendeinen Virus.

    „Monstrosität der Kakteen“ - ist eine teilweise oder volle Abwesenheit des apexen Dominierens ("Scheitelzellen")“. Ich habe diese Definition von „Monstrosität der Kakteen“ nicht ausgedacht.[IMG]file:///E:/DOCUME%7E1/66C0%7E1/LOCALS%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image001.gif[/IMG] Als Ergebnis vom Verlust des apexen Dominierens entstehen zahlreiche Kindeln.
    Beim Zuschneiden des Pereskiopsis schadet man künstlich Apex. Ein kleines Loch im Schneiten, ist auch die künstliche Beseitigungdes apexen Dominierens. Und natürlich es gar nicht die Wirkung des Virus.
    Mein Experiment ist auch interessant:
    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090619-142133-474.jpg
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    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090619-141957-290.jpg
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    Diese Opuntia subulata monstrose war von allen monströsen Kakteen isoliert und hat das apexen Dominieren wiederhergestellt, hat Monstrosität verloren und fing an als übliche Austrocylindropuntia subulata zu wachse. Dann habe ich sie zu Opuntia subulata monstrose zurückgegeben. Daraufhin wurde sie wieder Opuntia subulata monstrose. Das sieht man gut auf dem Bild.
    Erklären Sie bitte diese Erfahrung.

    Gruß
    Geändert von Viacheslav (19.06.2009 um 14:45 Uhr)

  2. #22
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von Bernhard
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    „Monstrosität der Kakteen“ - ist eine teilweise oder volle Abwesenheit des apexen Dominierens ("Scheitelzellen")“.
    wo steht das ? ... denn dieser Aussage kann ich mich nicht anschließen.

    Wenn ein hauptsächlich solitär wachsender Kaktus durch eine Wachstumsstörung (gehemmt oder verstärkt) anfängt Seitensprosse zu bilden, so ist das IMHO keine Monstrosität.

    Nach der oben genannten Definition wären also ALLE stark kindelnden Kakteen monströs/monstros <- wie auch immer.

    Monstrosität ist doch einfach nur ein anderer Begriff welcher auch oft für Cristaten verwendet wird.

    Grüße
    Bernhard
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen

    Nach der oben genannten Definition wären also ALLE stark kindelnden Kakteen monströs/monstros <- wie auch immer.

    Monstrosität ist doch einfach nur ein anderer Begriff welcher auch oft für Cristaten verwendet wird.

    Nein! Nach der oben genannten Definition wären also nicht ALLE stark kindelnden Kakteen monströs/monstros, und nur diejenige die Wachstumsstörung (Vegetationspunktstörung, die Scheitelzellenstörung eines Sprosses) haben.

    In der Biologie existieren 3 Arten Fasciation, die bei denen Wachstumsstörung, Vegetationspunktstörung, die Scheitelzellenstörung eines Sprosses erscheinen.


    I. Polytomen oder dichotomen Verzweigung, bei der sich die Scheitelzelleneines Sprosses (Vegetationspunkt) in viele oder zwei Sprosse teilen.
    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090621-225717-822.jpg
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    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090621-225932-256.jpg
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    http://www.bildercache.de/anzeige.ht...230839-129.jpg

    II, "Cristat", oder "Cristate"
    Unter "Cristat", "Cristate" versteht man eine Wuchsabnormalität, bzw. Wuchsstörung, die dafür sorgt, dass der Wuchspunkt (Vegetationspunkt) einer Pflanze in eine linienartige Form übergeht und in die Breite wächst. Die Pflanze entwickelt sich dann nicht mehr in der bekannten Symmetrie, sondern wächst auch mehr oder weniger deutlich in die Breite. Dadurch können sehr interessant geformte Pflanzen entstehen, die oft kaum oder nur wenig Ähnlichkeit zu der Normalform haben.
    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090622-085510-631.jpg
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    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090622-090450-439.jpg
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    III.Monstrosität

    „Monstrosität der Kakteen“ - ist eine teilweise oder volle Abwesenheit des apexen Dominierens ("Scheitelzellen") mit dem nachfolgenden ungeordneten Wachstum der Seitenschößlinge (Kindelwuchs)


    Im zweiten Fall ("Cristate") wird der Vegetationspunkt in die Linie (Vegetationsband) umgewandelt, d.h. das Wachstum geschieht aus allen Punkten der Linie und wird "Kammform" nehmen. Im dritten Fall (Monstrosität), kann das Wachstum aus einem beliebigen Seitenpunkte geschehen, nicht nur vom Wipfel.
    Entstehende Monströsen werden schnell das apexen Dominieren wiederherstellen und die Vielsprossenform umgewandelt, die auf die erste Art Fasciation (Polytomen) bezogen sind.
    Man findet nirgends in der Literatur, dass Monströsen in der Natur entstehen und ihre Monstrosität behalten.

    http://www.bildercache.de/thumbnail/20090622-090117-70.jpg
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    Grüße
    Viacheslav

  4. #24
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von lophario
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    Hallo,
    Ich verstehe das nicht ganz, es gibt doch auch Monstrosen wo die apikale Dominanz ganz klar erhalten ist, keine Seitentriebe vorhanden sind und die Pflanze nur über den Vegetationspunkt an der Spitze wächst.

    Beispiele:
    Trichocereus pachanoi monstrosus
    zu bewundern bei http://kakteen-plapp.de/shop/index_de.html (oben links bei Kakteen auf monstrose gehen und dann ganz nach unten scrollen)

    Oder bei Lophocereus schotti monstrosus
    http://www.cactus-art.biz/schede/LOP...mostrousus.htm

    Ich VERMUTE das hat bei deinem Beispiel eher was mit Phytohormonen zu tun als mit Viren.
    LG

    Edit: Noch was das Deine Virentheorie entkräftigt:
    In vielen Fällen werden grün-weiß-Muster (Chlorosen) durch Viren hervorgerufen; gleiches gilt für "Buntblättrigkeit" mancher Blüten, zum Beispiel der Tulpe. Die Scheckung kann nur durch vegetative Vermehrung oder Pfropfung erhalten werden, weil Viren in fast allen Fällen nicht in die Samen gelangen, die Nachkommenschaft daher gesund (Blätter grün, Blüten einfarbig) ist.
    Quelle: http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d10/10e.htm

    Bei z.B. Cereus peruvianus v. monstrosus gibt es Samen, aus denen auch teilweise monströse Pflanzen werden. Ist das die Ausnahme die die Regel bestätigt???
    Geändert von lophario (29.06.2009 um 18:56 Uhr) Grund: siehe Edit

  5. #25
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    Irgendwie bin ich jetzt neugierig geworden, werde mir morgen im Baumarkt ein paar Pflanzen davon besorgen und dann auch einige Propfungen durchführen.

    Hier
    http://www.tsdaten.de/kaktusforum/vi...=2116&start=30
    gehts u.a. auch darum.

    Edit: Bin gespannt was rauskommt wenn man einen Cereus peruvianus draufpfropft
    Geändert von lophario (29.06.2009 um 23:00 Uhr) Grund: siehe Edit

  6. #26
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    Zitat Zitat von Agent Orange Beitrag anzeigen
    Cereus peruvianus v. monstrosus gibt es Samen, aus denen auch teilweise monströse Pflanzen werden. Ist das die Ausnahme die die Regel bestätigt???

    Ich VERMUTE das hat bei deinem Beispiel eher was mit Phytohormonen.



    Fasciationen können erblich und nicht erblich sein. Erbliche Fasciation kommt bei Kakteen häufiger vor, als man es in der Regel annimmt. Erblich Fasciation kann sowie durch Samen, als auch durch vegetative Vermehrung, durch Seitentriebe wiedergegeben sein. Durch Fasciation können tiefe Veränderungen in der ganzen Pflanze und nicht nur im Bereich fasciationaler Meristeme entstehen. Man kann auch vermuten, dass ein Mechanismus dieser Veränderungen im Verstoß der normalen Bilanz Phytohormonen liegt.


  7. #27
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    Zitat Zitat von Agent Orange Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Ich verstehe das nicht ganz, es gibt doch auch Monstrosen wo die apikale Dominanz ganz klar erhalten ist, keine Seitentriebe vorhanden sind und die Pflanze nur über den Vegetationspunkt an der Spitze wächst.
    Beispiele:

    In allen Fällen, die Sie vorgestellt haben (im plapp Shop habe ich Trichocereus pachanoi monstrosus nicht gefunden), ist eine Abwesenheit des apexen Dominierens vorhanden und Seitenschößlinge (Seitentriebe) sind verkümmert und
    Lophocereus schottii "BIG PENIS CACTUS" hat Polytomen oder dichotomen Verzweigung, bei der sich die Scheitelzelleneines Sprosses (Vegetationspunkt) in viele oder zwei Sprossspitzen (Apikalmeristeme) teilen.

  8. #28
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von lophario
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    Zitat Zitat von Viacheslav Beitrag anzeigen
    ist eine Abwesenheit des apexen Dominierens vorhanden
    richtig heißt es "apikale Dominanz", hier die Definition:
    apikale Dominanz w [von *apikal -, latein. dominare = beherrschen], Apikaldominanz, korrelative Knospenhemmung, Unterdrückung des Auswachsens von Achselknospen (Anmerkung: Areolen sitzen immer entlang der Rippen eines Kaktusstammes oder an den Tuberkeln und gelten als gestauchte, in ihrer Entwicklung gehemmte Achselknospen.) durch die Apikal- oder Gipfelknospe (Endknospe; vgl. Abb. ). Die Gipfelknospe wächst schneller als die Achselknospen, obwohl sie bei der Nährsalz- und Assimilatversorgung (Assimilattransport) aus Wurzeln und Blättern durch ihre Lage gegenüber den Achselknospen benachteiligt sein müßte.
    (Quelle: http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/bio/4388)
    und die ist bei den von mir genannten Beispielen eindeutig vorhanden, oder siehst du irgendwelche Seitentriebe?

  9. #29
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    Zitat Zitat von Viacheslav Beitrag anzeigen
    Man findet nirgends in der Literatur, dass Monströsen in der Natur entstehen und ihre Monstrosität behalten.
    Wo sind sie denn bitte sonst entstanden wenn nicht in der Natur

  10. #30
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    Zitat Zitat von Agent Orange Beitrag anzeigen
    Wo sind sie denn bitte sonst entstanden wenn nicht in der Natur

    In der Natur entstehen sie sehr oft und werden durch Erbe übergeben. Entstehende Monströsen werden schnell "apikale Dominanz" wiederherstellen und die Vielsprossenform umgewandelt, die auf die erste Art Fasciation (Polytomen) bezogen sind. Deshalb findet man nirgends in der Literatur, dass Monströsen in der Natur entstehen und ihre Monstrosität behalten.

    Zitat Zitat von Agent Orange Beitrag anzeigen
    richtig heißt es "apikale Dominanz", hier die Definition:

    Ich bitte Sie mich gleich für meine Rechtschreibfehler zu entschuldigen.


    Zitat Zitat von Agent Orange Beitrag anzeigen
    , oder siehst du irgendwelche Seitentriebe?

    In meinemTrichocereus bridgesii f. monstrosus http://www.bildercache.de/thumbnail/20090630-110707-628.jpg
    Das Bild konnte nicht geladen werden oder ist nicht mehr verfügbar!
    wirst du auch keine Seitentriebe sehen. Aber es ist nur ein verkümmerter, glatter, bewurzelter Seitenschößling, der vom echten Trichocereus bridgesii f. monstrosus entstanden ist. Und er wird seine erblichen Merkmale aufbewahren.

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