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Thema: Trockenheit/Dürren bei Kakteen

  1. #21
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von Blume
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    mich würde mal intressieren warum er keine Antworten gibt sondern nur weiter Fragen stellt...
    ein kleiner ableger wie du ihn hast, wird dein 10jähriges Experiment nicht überleben. Ich frage mich auch was dir das bringt, 10 Jahre sind eine lange Zeit, dann ist er nach 5 vllt vertrocknet ...und dann? Was hat dir das dann gesagt? Ohne Wasser gibt es kein Leben, kein Lebewesen überlebt lange komplett ohne Wasser, sowas lernt man eigentlich schon im Kindergarten. Wer weiss ob dein (armer) Kaktus überhaupt noch lebt, vllt ist er schon ausgedörrt und du hast es nur noch nicht mitbekommen...

  2. #22
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    Ich habe mich an einen Artikel erinnert, der im Buch von Hans-Friedrich Haage "Kakteen" vom Ulmer Verlag steht. ( ist von 200
    Seite 6" Genaue ökologische Untersuchungen wurden über fast 50 Jahre im Wüstenlabor in Tucson, Arizona in der Sonorawüste durchgeführt. Hier wurde ein etwa 40kg schwerer Ferocactus ausgegraben und über 6 Jahre in einem schattigen Raum gelagert. Nach Ende des Versuches war der Wassergehalt des Gewebes mit 94% noch ebenso hoch wie sechs Jahre zuvor. In der gleichen Zeit hatte die Pflanze etwa 30% ihres Gewichtes verloren, was auf den weiteren Abbau von Kohlendydraten, also die Veratmung schließen lies. Damit war der Beweis erbracht, das Kakteen trotz fehlender Wasseraufnahme über Jahre hinweg den lebenswichtigen Stoffwechsel mit Hilfe der gespeicherten Stoffe aufrechterhalten können" u.s.w.
    Ich will nicht klugscheißern, vielleicht reicht dem Einen oder Anderen die Info und verleitet ihn, mal in der Literatur zu stöbern.

  3. #23
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    Ich habe vor einigen Tagen die Erfahrung gemacht, dass Tau am frühen Morgen doch wahrscheinlich einen Einfluss auf pflanzliches Leben hat. In Wüsten bzw. Trockengebieten herrschen große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Dies führt am Morgen zur Taubildung. Ich habe vor ein paar Tagen am frühen Morgen mal einen Zaun berührt der feucht/nass war obwohl es überhaupt nicht geregnet hat. Ich glaube ich muss nocheinmal wirklich überdenken, wie man Kakteen bewässert. Das Wasserangebot in der kargen Natur ist vielleicht doch wirklich größer als man denkt, oder was meint ihr?

  4. #24
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    Hallo,
    ich habe da mal in der KuaS einen Artikel gelesen über die Aufnahme von Tau /bzw. Wasser über den Pflanzenkörper, aber soweit ich mich erinnere sogar teilweise über die Bedornung. ich glaube bei Oreocereus ist das so, dass zumindest ein Teil über kondensiertes Wasser (Tau) aufgenommen wird.
    Grüße,
    Amadeus

  5. #25
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    Zitat Zitat von Blume Beitrag anzeigen
    mich würde mal intressieren warum er keine Antworten gibt sondern nur weiter Fragen stellt...
    ein kleiner ableger wie du ihn hast, wird dein 10jähriges Experiment nicht überleben. Ich frage mich auch was dir das bringt, 10 Jahre sind eine lange Zeit, dann ist er nach 5 vllt vertrocknet ...und dann? Was hat dir das dann gesagt? Ohne Wasser gibt es kein Leben, kein Lebewesen überlebt lange komplett ohne Wasser, sowas lernt man eigentlich schon im Kindergarten. Wer weiss ob dein (armer) Kaktus überhaupt noch lebt, vllt ist er schon ausgedörrt und du hast es nur noch nicht mitbekommen...
    Ich fürchte diese Pflanze wird/ist von irgendwelchen Schädlingen befallen. Wenn er kaputtgeht, dann durch die Schädlinge nicht durch Trockenheit/Dürre. Die Dürre hat jedoch dazu möglicherweise beigetragen, dass sie von Schädlingen befallen wird...

  6. #26
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von Blume
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    Durch den Wassermangel ist dein Kaktus anfälliger, er kann sich ja nicht verteidigen gegen die Schädlinge. Wie auch, seine ganze Energie braucht er um sich selbst am leben zu halten.

  7. #27
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    Hallo,
    ich habe inzwischen durch die Antworten in den Threaden "genügsamste Kaktusart?" und "Trockenheit/Dürren bei Kakteen" festgestellt, dass die allermeisten User hier kein Interesse an wissenschaftlichen Themen wie Evolution, Ökologie und Botanik haben. Für alle, die denken, dass ich ein "Forentroll" bin: Ich habe diese Fragen aus Interesse an diesem Thema gestellt. Ich studiere Biologie und interessiere mich wirklich für diese Themen. Vor allem Evolutionsbiologie, Ökologie, Botanik und Zoologie finde ich sehr interessant. Aus diesem Grund stellte ich fragen, warum es viele mögliche Anpassungen an Halbwüsten, aber keine an echte Wüsten mit jahrzehntelangen Dürren gibt. Denn theoretisch könnte eine Pflanze sich auch an echte Wüsten anpassen, denn an die Dicke von Epidermis, Größe und Form von Spaltöffnungen, etc. sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Trotzdem stellt man fest, dass in Bezug auf Anpassung an den abiotischen Faktor wie z.B. Wasser bzw. Trockenheit Grenzen gibt. Diese Grenzen möchte ich erfassen bzw. begreifen können: Was hindert höhere pflanzliche Organismen daran, sich an jahrzehntelangen Dürren mit Hitze und pralle Sonne anzupassen? Und wenn hier eine Grenze gibt: Wo liegt diese Grenze begründet? Sind es doch Grenzen im chem. oder physikalischen Bereich vorhanden, die eine Anpassung an Trockenheit in Form von noch kleineren Spaltöffnungen oder dickerer Epidermis nicht mehr möglich machen oder sind es eher Grenzen im Bereich der Evolutionsbiologie zu vermuten? Unter welcher Menge an Wasser ist kein höheres pflanzliches Leben mehr möglich? Dies würde ich gerne in Zahlen, Tabellen und Diagrammen erfahren bzw. erfassen. Denn sicher spielen Faktoren wie Temperatur, Wetter, Boden, etc. eine große Rolle dabei. Dies würde ich mit berücksichtigen und in Abhängigkeit von diesen Faktoren Tabellen, Diagramme und Zahlen den Bereich erfahren, unter welcher Menge an Wasser kein Leben mehr möglich ist. Ich würde gerne Feldforschungen in der Atacama-Wüste bei den dort wachsenden Kakteenarten durchführen und klären ob dort Arten gibt, die auf dem Weg an die Anpassung einer echten Wüste sind (Copiapoa solaris?). Ich habe inzwischen festgestellt, dass das hiesige Forum wahrscheinlich der falsche Ort ist um solche Fragen zu klären. Falls jemand doch Interesse hat mit mir darüber auszutauschen oder Antworten auf diese Fragen hat, kann er mir gerne Antworten schreiben.
    Vielen Dank im voraus.
    LG
    Roland

  8. #28
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    Standard Hauptsächlich nur Hobby

    Hi Roland,

    ich schreib dir mal, wie das bei mir ist:

    Ich habe zwar den Beruf gelernt und auch studiert, einen Teil davon Biologie, aber ich sammel und vermehre Kakteen und andere Pflanzen als Hobby. Wie die meisten hier, lese ich gern etwas über wissenschaftliche Erkenntnisse zu sukkulenten Pflanzen. Gerne gebe ich mein begrenztes Wissen und meine Erfahrungen an Ratsuchende weiter und tausche mich darüber aus. Das war es auch schon.

    Selten findet man Wissenschaftler in Hobby-Foren. Aus diesem Grund werden viele deiner Fragen nicht beantwortet.

    Wenn du später im Rahmen deines Studiums oder Berufs zu Forschungsarbeiten kommst, wäre es schön, wenn du nicht nur in der wissenschaftlichen Literatur publizieren würdest, sondern auch das nichtwissenschaftliche aber sehr interessierte Publikum hier darüber informieren würdest. In der deutschsprachigen Fachliteratur wird darüber in der KuaS berichtet. Dort mischen sich ebenfalls Hobby und Wissenschaft (und Handel).

    Mit besten Grüßen
    Marco
    Berliner Kakteentage vom 30. Mai bis 2. Juni 2019
    Berlin: Wir können alles - außer Großflughäfen!
    http://www.kakteenfreunde-berlin.de/
    Kakteenversteher, Mitglied und anonymer Samenspender bei der Deutschen Kakteengesellschaft

  9. #29
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    Hallo,
    eigentlich wollte ich in diesem Forum keine Beiträge mehr schreiben - aber bei diesem Thema sind doch ein paar grundsätzliche Fakten noch nicht geklärt worden.
    Zuerst einmal sollte man klarstellen, dass Herr Ritter ein Mann mit viel Wissen im Feld war, aber eben kein Botaniker und deshalb auch von manch grundlegenden Fakten keine Ahnung hatte.
    Dann schreibt Roland150:
    Ich würde gerne Feldforschungen in der Atacama-Wüste bei den dort wachsenden Kakteenarten durchführen
    Bist Du sicher, dass es in der echten Atacama-Wüste Kakteen gibt?
    Beispielsweise kommt Copiapoa solaris nicht in der Atacama-Wüste vor sondern in der chilenischen Region Atacama, die von vielen der Einfachheit halber als Atacama-Wüste bezeichnet wird.
    Ich frage mich nur, welche Ergebnisse Du Dir von einer Feldforschung in der Atacama versprichst? Gucken geht, aber Forschen im klassischen Sinn kannst Du dort sicherlich nicht.
    Ein wichtiger Punkt, der bei Deiner Fragestellung bisher noch gar nicht vorgekommen ist, ist das Alter bzw. der Entwicklungszustand der Pflanzen, die der Trockenperiode ausgesetzt werden sollen.
    Wenn man sich z.B. aus der Gattung Eriosyce die Untergattung Thelocephala ansieht fällt auf, dass diese Pflanzen alle eine Rübenwurzel haben. Dies ist der eigentliche Wasserspeicher der Pflanzen. Die Rübe im Boden ist ganz anderen Temperaturen ausgesetzt, als der Körper der Pflanze.
    Wenn Du also auf diesem Gebiet wirklich forschen willst, dann wären die ersten Fragestellungen, wie sich die Temperatur zwischen Oberfläche und oberen, unterem Teil der Rübe bei Pflanzen unterscheidet, die eine Rübe von x cm haben. Hast Du damit schon begonnen? Kennst Du die Größe (den Umfang) des Wurzelgeflechts einer Thelocephala, die nicht durch Töpfe künstlich in ihrer Entwicklung gestört wird?
    Ich vermisse bisher bei Deinen Beiträgen den praktischen, wissenschaftlichen Ansatz mit den richtigen Fragestellungen für eine weiterführende Antwort und lese bisher nur abstrakte, theoretische Überlegungen.
    Viele Grüße
    Nobby

  10. #30
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    Zitat Zitat von nobby Beitrag anzeigen
    [...]
    Wenn man sich z.B. aus der Gattung Eriosyce die Untergattung Thelocephala ansieht fällt auf, dass diese Pflanzen alle eine Rübenwurzel haben. Dies ist der eigentliche Wasserspeicher der Pflanzen. Die Rübe im Boden ist ganz anderen Temperaturen ausgesetzt, als der Körper der Pflanze.
    Wenn Du also auf diesem Gebiet wirklich forschen willst, dann wären die ersten Fragestellungen, wie sich die Temperatur zwischen Oberfläche und oberen, unterem Teil der Rübe bei Pflanzen unterscheidet, die eine Rübe von x cm haben. Hast Du damit schon begonnen? Kennst Du die Größe (den Umfang) des Wurzelgeflechts einer Thelocephala, die nicht durch Töpfe künstlich in ihrer Entwicklung gestört wird?
    [...]
    Ja, dies würde ich in der Atacama-Wüste im Rahmen von Feldforschungen und -studien untersuchen wollen. Denn Rüben, Zwiebeln und andere unterirdische Wasserspeicherorgane bei Pflanzen ist einer der vielen Möglichkeiten sich an Trockenheit/Dürren anzupassen. Ich habe ja schon geschrieben, dass es eigentlich für pflanzliche Organismen immer eine Lösung bzw. Weg gibt sich an besonders lange Dürren anzupassen. Dazu gehören z.B. die Dicke der Epidermis, Größe, Aufbau und Anzahl der Spaltöffnungen und eben auch die Verlagerung der Wasserspeichergewebe in das Erdreich. Dies kommt eben auch bei Lithops und anderen Gewächsen vor. Auch der der Stoffwechsel CAM bei den Kakteen und vielen anderen Arten von Pflanzen ist eine Anpassung an Wassermangel. Trotzdem haben sich kaum Arten entwickelt, die wirklich an jahrzehntelangen Dürren angepasst sind. Hier möchte ich gerne klären warum dies so ist.
    LG
    Roland
    Geändert von Roland150 (21.06.2017 um 11:56 Uhr)

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