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Thema: Bekämpfung von Wolläusen

  1. #1
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    Böse Bekämpfung von Wolläusen

    Bei zwei meiner Kakteen habe ich im Herbst einige Wolläuse festgestellt.
    Auf Anraten eines Verkäufers im Gartenmarkt habe ich die Pflanzen mit"Spurzit Schädlingsfrei" behandelt, in dem ich die Pflanzen aus dem Topf genommen habe und sie kurzzeitig vollständig in das Mittel getaucht.
    Leider hat die Anwendung nichts genutzt; zwischenzeitlich sind immer mehr Pflanzen befallen.
    Die Pflanzen sind zur Zeit in der Winterruhe.
    Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, was ich gegen die Schädlinge
    wirksam machen kann.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Reviger
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    Daumen hoch

    Tach

    Ja ist recht einfach, ich benutze einfach und schnell einen kleinen Pinsel den ich zuvor in Geschirrspülreiniger tauche das ganze natürlich verdünnt

    Und dann die Viecher einfach abpinseln, meist reicht es wenn man es 3 Tage später wiederholt, ansonsten so lange bis die Wollläuse verschwunden sind weiter machen !

    Diese Methode hat den Vorteil das man nicht die ganze Pflanze und das Substrat benetzt sondern nur die befallenden Teile der Pflanze .
    Kein nachspülen oder ähnliches nötig durch die Seifenlauge sterben die Wollläüse von allein ab , bzw. Du nimmst sie eigendtlich mit dem Pinsel ab .

    gruss Reviger

  3. #3
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    Rotes Gesicht Wolläuse

    Vielen Dank für den Tipp. Werd ich sofort probieren, da drei Pflanzen wirklich heftig befallen sind.
    Der Vorteil bei der Methode wäre auf jeden Fall, dass kein Gift verwendet werden und ich jetzt in der Winterruhe die Pflanzen nicht in das Wasser tauchen muss.
    Danke für den Tipp.

    Gruß
    Walter

  4. #4
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    Hallo,
    wollte auch noch schnell was beisteuern. Reviger hat leider noch etwas vergessen.
    Nur selten kann man mit einer einzigen Behandlung durch Seifenlauge, Spurzit oder anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln die Parasieten ganz entfernen.
    Diese Tiere haben leider einige Unterarten, die teilweise auch schon gegen ein bestimmtes Gift resistent sind.
    Ein Züchter riet mir daher eine befallene Pflanze immer sofort von den anderen Kakteen zu isolieren (ca vier Wochen). Nach der ersten Entfernung der Kiere (durch welche Methode auch immer) sollte die Planze weiter beobachtet werden. Sollten wieder Wollläuse auftauchen (innerhalb der nächsten 3- 14 Tage) dann die Behandlung wiederholen. Sollten sich die Parasiten auch danach nicht vertreiben lassen, dann sollten die Methode der Bekämpfung gaändert werden, z.B. durch einen Wechsel des Bekämpfungsmittels, da es schon zu resistenzen gekommen sein kann.
    Ich würde die Pflanzen erst wieder zu den anderen dazustellen, wenn sie vier Wochen lang schädlingsfrei geblieben ist.
    Im Sommer kann man auch zu boiligischen Mitteln greifen. Der Marienkäfer eignert sich sehr gut zur Bekämpfung von Woll- sowie Blattläusen.

    Ich hoffe aber, dass die Abpinselmethode, die Reviger dir beschrieben hat, schon ausreichend war.

    Viel Erfolg! :-)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Reviger
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    Beitrag

    Hi @ ConAn

    Ja stimmt wohl ,aber ich hatte schon dazu geschrieben das man dies öfter bzw. solange wiederholen sollte bis alles vorbei ist !

    Natürlich stimmt es das viele unserer (Lieblinge) Schädlinge im laufe der Entwicklungphasen eine Strategie entwickelt haben um zu Überleben !
    Man nehme nur ein mal die Grippeviren jede Grippe verläuft fast immer gleich, aber die Bekämfungsmethoden ändern sich ja ständig. Also muss der Virus sich Anpassen um zu überleben !

    Um aber auf das Thema zurück zu kommen.

    Ich benutze z.B. nur Pflanzliche Mittel wenn es denn sein muss !
    Ich gieße oder besprühe meine Pflanzen in der Wachstumszeit immer mit einer Mischung aus Neemöl, Baldrianextrakt und Schachtelhalmlauge dazu kommt dann aber noch im 14 tägigem Abstand Flüssigdünger dazu .
    So verfahre ich seit Jahrzehnten !
    Und ich habe bis auf geringe Einbussen keinerlei Verluste zuvermelden .

    gruss Reviger

  6. #6
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    Ich habe gehört das man auch Spiritus nehmen kann um die lästigen Viecher los zu werden. Oder sollte man davon die Finger lassen

  7. #7
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    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Ich habe gehört das man auch Spiritus nehmen kann um die lästigen Viecher los zu werden. Oder sollte man davon die Finger lassen

    Also bei Spiritus wäre ich vorsichtig. 95% Alkohol kann meiner Meinung nach kaum gut für eine Pflanze sein. Auch wenn Du mit der Bekämpfung der Läuse Erfolg haben solltest, hätte ich dabei mehr Angst, dass Du damit auch gleichzeitig die Pflanze mitbekämpfst.
    Aber ich lasse mich auf diesem Gebiet gerne von den anderen Mitgliedern hier belehren. Vielleicht hat ja schon mal jemand gute Erfahrungen mit Alkohol bei Schädlingsbekämpfung gemacht.
    Greetz

  8. #8
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    Zitat Zitat von Reviger Beitrag anzeigen
    Ich benutze z.B. nur Pflanzliche Mittel wenn es denn sein muss !
    Ich bin nun wieder der andere Typ. Diese Mittel wirken mMn meist recht langsam oder eher vorbeugend. Wenn den Kakteen nicht schnell geholfen wird, sind aber die Schäden oft noch jahrelang zu sehen.

    Auch ich hatte mal eine Woll-/Schmierlausinvasion (Übrigens sind die Tierchen bei uns nicht heimig. Man kann sie also nur mit neuen Pflanzen einschleppen, ergo Kontrolle ist immer wichtig!) größeren Umfanges. Der Versuch, dieser mit Spruzit Herr zu werden, war vergeblich! Eine größere Anzahl verendeten zwar in der Tat, an Ausrottung war aber nicht zu denken. Man muß außerdem bedenken, daß diese Biester auch in lockeren Boden eindringen können und dort ihre Nester anlegen.
    Ich empfehle daher immer eine kombinierte Gieß- und Sprühattacke zu starten. Bewährt hat sich bei mir das Bi58 . Zugegeben, das Zeug stinkt unwahrscheinlich, arbeitet aber gründlich. Man kann und sollte damit gießen und sprühen, danach ein Gefäß über den Kaktus stülpen (Stichwort - gespannte Luft). Das verdunstende Mittel kann so besser in alle Winkel eindringen.
    Das Sprühen sollte man die nächsten drei Wochen je einmal wiederholen. Bei mir hat's wunderbar geklappt. An ein individuelles Abpinseln war bei ca. 150 befallenen Pflanzen eh nicht zu denken, und, wie gesagt, auch im Boden findet man Spuren dieser Viecher!
    Das Lauschen an der Tür gehört zu den Schwächen, die in Verbindung mit zwanghafter Neugier und einem mangelhaften Empfinden für Diskretion besonders tadelnswert bei Personen sind, denen, in Vorzimmern beschäftigt, ein hohes Maß an Vertrauen entgegen gebracht wird.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Flor
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    Standard Schmierläuse/Wolläuse bekämpfen

    Hallo,

    beste Erfahrung habe ich mit dem Einsatz von Spiritus in Form von Frostschutzmittel für die PKW-Scheibenwaschanlage gemacht und zwar ca 1 : 1 verdünnt mit Wasser (Aqua dest. damit es keine Kalkflecken gibt). Einzelne Läuse betupfe ich mit einem Wattestäbchen; bei starkem Befall (wenn ich mal nicht aufgepasst habe) werden die Kakteen mit einem Zerstäuber satt eingesprüht. In dieser Konzentration hat noch keiner meiner so behandelten Pflanzen Schaden genommen. Natürlich funktioniert das auch mit normalem Spiritus in der genannten Verdünnung. Ich behaupte, dass dieses Mittel eines der wenigen ist, mit dem man diesen Läusen sicher den Garaus machen kann (Spiritus= Alkohol= Zellgift). Spiritus durchdringt den Wachsmantel dieser Viecher, während andere wässrige Giftmischungen von den Läusen nicht aufgenommen werden, und systemische Gifte absolut zu träge sind.

    Probiert's aus!

    Gruß
    Flor

  10. #10
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    Zitat Zitat von eyriesii Beitrag anzeigen
    Ich bin nun wieder der andere Typ. Diese Mittel wirken mMn meist recht langsam oder eher vorbeugend. Wenn den Kakteen nicht schnell geholfen wird, sind aber die Schäden oft noch jahrelang zu sehen.

    Auch ich hatte mal eine Woll-/Schmierlausinvasion (Übrigens sind die Tierchen bei uns nicht heimig. Man kann sie also nur mit neuen Pflanzen einschleppen, ergo Kontrolle ist immer wichtig!) größeren Umfanges. Der Versuch, dieser mit Spruzit Herr zu werden, war vergeblich! Eine größere Anzahl verendeten zwar in der Tat, an Ausrottung war aber nicht zu denken. Man muß außerdem bedenken, daß diese Biester auch in lockeren Boden eindringen können und dort ihre Nester anlegen.
    Ich empfehle daher immer eine kombinierte Gieß- und Sprühattacke zu starten. Bewährt hat sich bei mir das Bi58 . Zugegeben, das Zeug stinkt unwahrscheinlich, arbeitet aber gründlich. Man kann und sollte damit gießen und sprühen, danach ein Gefäß über den Kaktus stülpen (Stichwort - gespannte Luft). Das verdunstende Mittel kann so besser in alle Winkel eindringen.
    Das Sprühen sollte man die nächsten drei Wochen je einmal wiederholen. Bei mir hat's wunderbar geklappt. An ein individuelles Abpinseln war bei ca. 150 befallenen Pflanzen eh nicht zu denken, und, wie gesagt, auch im Boden findet man Spuren dieser Viecher!
    Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen; habe aber persönlich noch einen draufgesetzt:
    Damit man sich selber keine resistenten Läuse züchtet, habe ich nach der zweimaligen Bi58 Anwendung nochmals zweimal mit Provado behandelt. Vorteil: 2 unterschiedliche Wirkstoffe, und die Läuse, die DAS überleben, wird man eh' nicht mehr los. Zusätzlich habe ich vorsorglich noch mit Chinosol gegossen, damit sich an dem Lausleichen keine Zersetzungspilze bzw. generell keine Pilze ansiedeln.
    Eine Stichprobe am Wochenende hat ergeben, daß ich nun Ruhe habe. Wichtig ist, daß man die Behandlung vorsorglich vor der Winteruhe wiederholt, am besten dann mit einem Langzeitpräperat wie Confidor WG 70.

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