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Thema: Mammillaria wrightii SB86

  1. #1
    Moderator ***** Avatar von micha123
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    Standard Mammillaria wrightii SB86

    Dieser Sämling sah vor einem Jahr derart tot aus, dass ich ihn eigentlich schon im Herbst abgeschrieben und dann auf dem Balkon "vergessen" hatte (deswegen gibt es davon auch kein Bild). Im Frühling 2014 ragten dann nur noch ein paar Dornen aus der tief im Boden steckenden Leiche (so dachte ich zumindest).

    Aber winterharte Kakteen überraschen mich doch immer wieder:

    (123KiByte)

    Plötzlich war er wieder da, ist schön gewachsen und aktuell bekommt er gerade seinen ersten Haken :-)

    Gruß,
    Micha

  2. #2
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    Hallo Micha,
    ist Dein Balkon überdacht oder wird die Pflanze auch mal nass im Winter? Mammillarien sind ja normalerweise nicht so winterhart aber diese nördliche Art, hatte ich auch schon auf meine Experimentierliste gesetzt. Wie sind Deine Erfahrungen mit der Art?

    Gruß

    Dietmar

  3. #3
    Moderator ***** Avatar von micha123
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    Zitat Zitat von Dr. Dietmar Beitrag anzeigen
    ist Dein Balkon überdacht oder wird die Pflanze auch mal nass im Winter?
    Ja, der ist überdacht. Normal bleibt alles trocken, es sei denn der Wind bläst mal gelegentlich etwas Schnee rein.

    Zitat Zitat von Dr. Dietmar Beitrag anzeigen
    Mammillarien sind ja normalerweise nicht so winterhart aber diese nördliche Art, hatte ich auch schon auf meine Experimentierliste gesetzt. Wie sind Deine Erfahrungen mit der Art?
    Wie gesagt sollte man sich nicht vom "toten" Aussehen täuschen lassen. Im Moment sieht die Pflanze auch wieder total braun aus und steckt unter Bodenniveau im Substrat. Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr bin ich aber ziemlich sicher, dass sie noch lebt. Ich habe heute Morgen ein Bild gemacht, aber noch nicht auf den Server hochgeladen. Da nur ein Korn gekeimt ist kann ich da sonst nichtmal näherungsweise eine statistische Aussage machen.

    Gut geschlagen hat sich bei dieser Gattung auch Mammillaria barbata HK1331:
    http://micha.freeshell.org/PDB/HTML/107/PICS/index.html
    Die hatte ich auch immer draußen überwintert und ein Exemplar hat 2014 erstmals geblüht.

    Einen Versuch sind die Mammillarien allemal wert würde ich sagen. Die Arten aus der M. heyderi Ecke könnten auch Kandidaten sein, die habe ich aber noch nicht auf Frosthärte getestet.

    Gruß,
    Micha

  4. #4
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    Sehr interessant! Eine M. heyderi habe ich dieses Jahr in den Kiesrandstreifen unseres Hauses versenkt zusammen mit M. grahamii und M. tetrancistra und mit einer Plexiglasplatte überdacht. Die M. tetrancistra war zu nässeempfindlich und hat sich bereits nach den ersten Sommerregen verabschiedet. Die anderen sehen nocht gut aus. Die Abdeckung habe ich schon im August installiert, weil ich urlaubsabwesenheitsbedingt keine Fäulnis riskieren wollte. Seitdem stehen die Pflanzen trocken. Bisher hat der Frost aber auch noch nicht wirklich zugeschlagen. M. heyderi ohne Regenschutz habe ich schon mal probiert. Es hat nicht funktioniert.

    Gruß

    Dietmar

  5. #5
    Moderator ***** Avatar von micha123
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    Zitat Zitat von Dr. Dietmar Beitrag anzeigen
    Sehr interessant! Eine M. heyderi habe ich dieses Jahr in den Kiesrandstreifen unseres Hauses versenkt zusammen mit M. grahamii und M. tetrancistra und mit einer Plexiglasplatte überdacht.
    Ich stelle den Tisch auf dem Balkon auch immer nahe heran, so kriegen die Kakteen noch ein bisschen Wärme vom Haus ab.

    Ein einzelner M. grahamii Sämling ist bei mir auch noch am Leben:
    http://micha.freeshell.org/PDB/HTML/173/PICS/index.html
    Der war im Herbst aber kurz vor dem Exitus (oder das war auch so eine Täuschung wie bei M. wrightii) und ich habe ihn dann lieber drinnen überwintert.

    Meine M. tetrancistra Sämlinge sind mir allesamt im Winter vertrocknet. Offenbar sind die sowohl für Nässe als auch für Trockenheit empfindlich.

    Gruß,
    Micha

  6. #6
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    Durch die Energieeinsparverordnung strahlen die neueren Häuser deutlich weniger Wärme ab als Altbauten, so dass sich auch Kakteen an der Hauswand auf härtere Zeiten einstellen müssen. Aber ein günstigeres Kleinklima bleibt das allemal. Ich finde es sportlich, dass Du bereits die Sämlinge draussen überwinterst. Das habe ich mich bisher nicht getraut.
    Die M. tetrancistra soll eigentlich extreme Trockenheit mögen, aber bei Sämlingen weis man ja nie.

    Gruß

    Dietmar

  7. #7
    Erfahrener Benutzer *** Avatar von Ralf H.
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    Von Mammillaria tetrancista sollten aber nur die von den nördlichen Standorten aus Utah und Nevada bedingt winterhart sein.
    Hierauf ist bei der Auswahl von Saatgut besonders zu achten. Die südlicheren Standorte sind m.e. nicht so kältetollerant.
    Eines kann ich jedoch bestätigen, dass diese Art extrem nässeempfindlich ist. Auch bei Kultur im Gewächshaus.

    Bei Mammillaria grahamii hätte ich ebenfalls bedenken ob diese winterhart sind. Das Verbreitungsgebiet und die maximale Höhe in der diese Art noch vorkommt
    würde dies eigentlich ausschließen. Meine Beobachtungen am Standort sind dahin gehend, dass diese Art nicht in Bereichen wächst wo im Winter mit länger anhaltendem
    Frost zu rechnen ist. Wogegen Mammillaria wilcoxii eben oberhalb der Schneefall und Frostgrenze vorkommt. Typischer Standort wäre der Madera Canyon in Arizona.
    Dort fand ich Pflanzen weit oberhalb von 1500 m. Jedoch auch diese Art ist sehr nässeempfindlich und hat zudem eine recht kurze Lebenserwartung. Diese soll bei
    ca. 5-6 Jahre am Standort liegen.
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet Ihr herausfinden, daß man Geld nicht essen kann.
    (Weisheit der Cree Indianer)

  8. #8
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    Hallo Ralf,
    ich stimme Dir zu. Ich gehe nicht davon aus, dass M. grahamii winterhart ist. Das ist aber auch nicht nötig. In so einem Fall muss man lediglich das Klima an die Pflanze anpassen. In diesem Sinne erschließe ich mein Grundstück, um empfindlichere Arten im Freien kultivieren zu können. Auch am Standort der M. grahamii tritt gelegentlich Frost auf. Da lassen sogar die Saguaros schon mal die Arme hängen. Wenn die Art dort trotzdem überlebt, dann nur, wenn sie etwas Frost verträgt. Ich gehe etwa von -5°C bis - 10°C aus. Man muss einfach ausprobieren, was geht. Tiefere Temperaturen müssen durch ein geeignetes Mikroklima ausgeglichen werden (geschützter Standort, Wärmeabstrahlung vom Haus, Abdeckung, ggf. Heizkabel). Unter diesen Bedingungen erweitert sich der Kreis der im Freien kulivierbaren Arten erheblich, wenn der Platz nicht so begrenzt wäre...

    Gruß

    Dietmar

  9. #9
    Moderator ***** Avatar von micha123
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    Zitat Zitat von micha123 Beitrag anzeigen
    ...
    Normal bleibt alles trocken, es sei denn der Wind bläst mal gelegentlich etwas Schnee rein. Wie gesagt sollte man sich nicht vom "toten" Aussehen täuschen lassen. Im Moment sieht die Pflanze auch wieder total braun aus und steckt unter Bodenniveau im Substrat. Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr bin ich aber ziemlich sicher, dass sie noch lebt. Ich habe heute Morgen ein Bild gemacht, aber noch nicht auf den Server hochgeladen.
    ...
    Hier ist endlich das besagte Bild vom 1. Februar auf dem Balkon.

    Mammillaria wrightii ssp. wrightii SB86:

    (121KiByte)

    Gruß,
    Micha

  10. #10
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    Hallo Micha,
    wenn ich das mit dem ersten Foto vergleiche, scheint er das Wasser zu verlieren wie eine Opuntie oder kommt das von der Trockenheit? Ab wann hast Du das Gießen eingestellt?

    Gruß

    Dietmar

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