Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 15

Thema: Wüstenhaus Schönbrunn

  1. #1
    federmohn
    Gast

    Standard Wüstenhaus Schönbrunn

    Hallo miteinander,

    die Nachricht war einen Newsletter von den Bundesgärten wert - im Palmenhaus von Schönbrunn ist eine Agave americana zur Blüte gekommen. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und ich denke, Ihr habt auch nichts gegen ein paar Fotos:









    Und noch ein paar Bilder querbeet durch den Teil mit den sukkulenten Pflanzen der Neuen Welt:
















    Irgendwann geht es mal - relativ nahtlos - zur Alten Welt über




    Welwtschia




    Einige Pflanzen gehen noch auf die Sammelleidenschaft der alten Habsburger zurück und sind schon dementsprechend groß geworden (Raumhöhe ca. 6 m) - so wie diese Euphorbia abyssinica


    Die haben im unteren Bereich schon regelrechte "Baumstämme" entwickelt. Und wer genau schaut, findet in der rechten Astgabel sogar eine brütende Diamanttaube:


    Überhaupt gibt es hier im Haus auch einige wild lebende Vögel sowie Schildkröten - hier eine der hübschen Diamanttauben.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Bockav
    Registriert seit
    16.10.2008
    Beiträge
    1.070
    Renommee-Modifikator
    129

    Standard

    Zitat Zitat von federmohn Beitrag anzeigen
    Ihr habt auch nichts gegen ein paar Fotos:

    Nein federmohn,im gegenteil.Danke fürs zeigen.
    LG

    "Wer früh aufsteht, sammelt doppelt soviel Glück!"

  3. #3
    Erfahrener Benutzer **
    Registriert seit
    09.12.2014
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    212
    Renommee-Modifikator
    47

    Standard

    Hallo,
    ich glaube so eine Agave blüht erst nach Jahrzehnten und stirbt danach. Es ist also ein sehr seltenes Schauspiel. Danke, dass wir daran teilhaben dürfen.

    Gruss

    Dietmar

  4. #4
    Moderator ***** Avatar von MarcoPe
    Registriert seit
    11.10.2007
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    6.469
    Renommee-Modifikator
    330

    Standard

    Danke für die schönen Bilder!

    Marco
    Berliner Kakteentage vom 30. Mai bis 2. Juni 2019
    Berlin: Wir können alles - außer Großflughäfen!
    http://www.kakteenfreunde-berlin.de/
    Kakteenversteher, Mitglied und anonymer Samenspender bei der Deutschen Kakteengesellschaft

  5. #5
    federmohn
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Dr. Dietmar Beitrag anzeigen
    ...ich glaube so eine Agave blüht erst nach Jahrzehnten und stirbt danach. ...
    Ja - genau
    Es kann bei einer Agave schon mal 60-100 Jahre dauern bis so eine Blüte gebildet wird und dann ist sie hinüber.
    (Im Gegensatz zu Aloen, die jährlich und immer wieder blühen können.)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer **
    Registriert seit
    09.12.2014
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    212
    Renommee-Modifikator
    47

    Standard

    Ich habe mich immer gefragt, weshalb es bei dieser geringen Vermehrungsrate an den Standorten dennoch so viele Agaven gibt. Die Antwort darauf gab mir eine Agave palmeri, die ich aus einem Samenkorn zog. Sie treibt ständig neue Ableger aus den Wurzeln heraus. Und die Moral von der Geschichte? - Setze nie eine Agave in einen zu großen Topf. Man bekommt dann nicht eine große sondern viele kleine Pflanzen.

    Gruß

    Dietmar

  7. #7
    Moderator ***** Avatar von elkawe
    Registriert seit
    21.03.2006
    Ort
    Erzgebirge
    Beiträge
    3.408
    Renommee-Modifikator
    298

    Standard

    weshalb es bei dieser geringen Vermehrungsrate an den Standorten dennoch so viele Agaven gibt.
    Das ist nur scheinbar gering.

    Unter günstigen Bedingungen keimen die Samen noch am Blütenstand und man sieht oft hunderte kleine Agaven in luftiger Höhe. Bricht der Blütenstand ab und fällt um, wachsen die Jungpflanzen weiter oder werden verschleppt.
    Der Beitrag kann Rechtschreibfeler enthalten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal von elkawe editiert, zuletzt vor 8 Minuten. Grund: Hab mirs anders überlegt
    Eine Reise durchs Kakteenjahr

  8. #8
    federmohn
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Dr. Dietmar Beitrag anzeigen
    Ich habe mich immer gefragt, weshalb es bei dieser geringen Vermehrungsrate an den Standorten dennoch so viele Agaven gibt. Die Antwort darauf gab mir eine Agave palmeri, die ich aus einem Samenkorn zog. Sie treibt ständig neue Ableger aus den Wurzeln heraus. Und die Moral von der Geschichte? - Setze nie eine Agave in einen zu großen Topf. Man bekommt dann nicht eine große sondern viele kleine Pflanzen....
    Naja - das ist auch ein bißchen abhängig von der genauen Art.
    Da meine 13 verschiedene unter denselben Kulturbedingungen gehalten werden, merkt man schon ziemliche Unterschiede in Bezug auf die vegetative Vermehrungsfreudigkeit.

    Ausserdem ist die Anzahl von Samen, die bei so einem großen Blütenstand gebildet werden, fast schon astronomisch - selbst wenn nur ein Bruchteil zur Keimung kommt, ist die Vermehrungsrate nicht von schlechten Eltern (auch wenn es zumindest für Menschen lange dauert).

  9. #9
    Erfahrener Benutzer **
    Registriert seit
    09.12.2014
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    212
    Renommee-Modifikator
    47

    Standard

    Hallo Ihr Beiden,
    ich denke, dass die Agave eine interessante Überlebensstrategie entwickelt hat. Ein Ableger, der zudem noch unterirdisch aus der Wurzel herauswächst, kann lange von der Mutterpflanze versorgt werden. Das dürfte die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Gelegentlich wird dann der Genpool durch generative Vermehrung aufgefrischt. Letzteres allein hielte ich in den beschriebenen Intervallen für zu wenig, um eine Population lebensfähig zu halten. Ich stelle dazu den Vergleich mit dem Saguaro an. Von einer Million Samenkörnen bildet nur eines eine neue Pflanze. Dafür muß diese Art dann natürlich jedes Jahr in die Blüte investieren. Das spart sich die Agave einfach. Ganz schön clever!

    Mit den Unterschieden zwischen den Arten, hast Du sicher Recht federmohn. Ich kann auch nur für die A. palmeri sprechen. Ich habe eine Population in Süd-Arizona um den Lake Patagonia gesehen und dort wachsen sie sehr zahlreich und relativ dicht beieinander. Die Art scheint recht klein zu bleiben. In einem vertrockneten Blütenstand befanden sich noch einige Samen. Von denen habe ich ein paar ausgesät. Die Keimquote war fast vollständig.

    Gruß

    Dietmar

  10. #10
    federmohn
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Dr. Dietmar Beitrag anzeigen
    ...ich denke, dass die Agave eine interessante Überlebensstrategie entwickelt hat. Ein Ableger, der zudem noch unterirdisch aus der Wurzel herauswächst, kann lange von der Mutterpflanze versorgt werden. Das dürfte die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Gelegentlich wird dann der Genpool durch generative Vermehrung aufgefrischt. ...
    Diese duale Vermehrungsmöglichkeit haben viele Pflanzenfamilien entwickelt - nicht nur die Agaven und Aloen sondern auch Narzissen, Tulpen oder Lauchgewächse setzen sowohl auf Brutzwiebeln UND Samenvermehrung. Und ausläuferbildende Blühgehölze wie Forsythien, Hartriegel oder Liguster kann man diese Eigenschaft ohne weiteres auch zurechnen.

Ähnliche Themen

  1. Botanischer Garten Wien Schönbrunn
    Von ingrid222 im Forum Gärten & Sammlungen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 22.07.2011, 09:45
  2. Wüstenhaus Wien
    Von DaGod im Forum Gärten & Sammlungen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.11.2010, 14:54
  3. Wien Alpengarten, bot. Garten und Wüstenhaus
    Von wikado im Forum Gärten & Sammlungen
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 29.05.2009, 06:59
  4. Wüstenhaus Schönbrunn/Wien
    Von Lupus im Forum Gärten & Sammlungen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 07.03.2008, 12:50
  5. Wüstenhaus Schönbrunn(Wien)
    Von dev im Forum Gärten & Sammlungen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 02.12.2006, 14:39

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Powered byvBSocial.com and MMORPG