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Thema: Stehaufpflänzchen

  1. #1
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    Standard Stehaufpflänzchen

    Kakteen sind bekanntlich mit Katzen verwandt und machen daher (nur), was sie wollen.

    Aber immer wieder erstaunlich, auf welche Ideen sie kommen, wenn sie dann unbedingt etwas wollen...

    Anno 2016 hatte ich mal vom Schäppchentisch eines Fachhändlers ein hässliches Entlein von Coryphantha radians mitgebracht, Motto: mehr als schiefgehen kann's ja nicht. Ich habe den Wurzelhals strikt trocken gehalten, und Winter- und Sommerruhe beachtet; im Frühjahr und im Herbst hat sie sich aber auch kaum geregt. Dieses Jahr habe ich nichts anders gemacht - außer das Gießwasser nicht nur zu entkalken, sondern auch leicht anzusäuern.

    Im Juli, noch vor der größten Hitze, fingen dann die Warzenspitzen an, sich zu entfärben. (Auch auf der Schattenseite, also kein direkter Sonnenbrand.) Oh mei, dachte ich, das wird dann wohl nix mehr...

    Aber die Pflanze hatte ihre eigenen Ideen und fing an, sich neu zu erfinden - das Chlorophyll wurde auf der neuen Baustelle gebraucht:

    116_1015+117_1022+1028-1174x300.jpg

    (Schnappschüsse vom 15.Juli, 2.August, und 24.August 2018.)

    Interessant, wie die beiden Kindel - obwohl sie nur aus Zwischenraum und Warzen bestehen - es schaffen, die doch recht derben alten Dornen beiseite zu drücken...

    Seit September hat sich dann nicht mehr viel bewegt - das größere Kindel hat etwa Daumennagel-Durchmesser erreicht. Nun hoffe ich, dass Mademoiselle gut durch den Winter kommt und nächstes Frühjahr wieder aufwacht und weiterwächst.

    Viele Grüße,
    Gerhard

  2. #2
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Sprotte
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    Zitat Zitat von GNiklasch Beitrag anzeigen
    Anno 2016 hatte ich mal vom Schäppchentisch eines Fachhändlers ein hässliches Entlein von Coryphantha radians mitgebracht, Motto: mehr als schiefgehen kann's ja nicht.
    ...und wenn solche Pflanzen sich dann berappeln...das sind dann die, die anfangen einem ans Herz zu wachsen oder :-)

    Dankeschön für den Bericht!!!

    Bettina
    Es ist wirklich hart ein Kaktus zu sein.
    Ständig bist Du spitz und keiner will Dich anfassen.


  3. #3
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    Hallo Gerhard,

    hast Du die Pflanze auf Spinnmilbe (Rote Spinne) überprüft?

    LG Beate

  4. #4
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    Tja, ein angenagter Vegetationspunkt im Scheitel wäre freilich eine Erklärung, warum die Pflanze auf einmal zu sprossen beginnt. (In der Natur oft nach Ziegenfraß - das zumindest kann ich bei mir ausschließen!)

    Eindeutige Spinnmilben-Spuren habe ich nicht gesehen, aber der Scheitel war schon vorher unter den Dornen schlecht zu sehen und inzwischen ist er von den beiden Kindeln ganz verdeckt. Ich werde ein Auge darauf halten...

    Die Rote Spinne (die die pflanzensaugenden Spinnmilben jagen würde und, da mit bloßem Auge sichtbar, auch ein Anzeiger für die winzigen Übeltäter wäre) ist - zum Glück oder leider? - definitiv abwesend.

    Viele Grüße,
    Gerhard

  5. #5
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    Hallo Gerhard und Interessierte,

    bevor es zu einer Begriffsverwirrung kommt - kleine Einordnung.
    Die im Volksmund (KuaS-Freunde) "Rote Spinne" gemeinten Tierchen sind die Rote Spinne oder Obstbaumspinnmilbe.
    Ein saugendes Insekt, das große Schäden anrichten kann.
    Die Tierchen sind bis 0,5mm groß - also für ältere Kakteenfreunde nicht leicht zu sehen. Mein Mann, ca. 60 Jahre, behauptet sie sehen zu können. :-)
    Ganz wichtig! Ich las hier im Forum schon von den Gespinnsten - Netzen - der Roten Spinne. Die Rote Spinne ist keine Spinne sondern eine Milbe.
    Sie spinnt keine Spinnennetze!!! Auch nicht ganz kleine, feine.
    Den Befall erkennt man eigentlich nur wenn er schon manifest ist.
    Dann wird der Pflanzenkörper vom Scheitel her braun.
    Die Milbe saugt Nährstoffe aus den Pflanzenzellen. Diese sterben ab und / oder verholzen und stehen nicht mehr für die Photosynthese
    und damit für das Wachstum der Pflanze zur Verfügung.
    Sind die Scheitelzellen stark geschädigt, findet kein Wachstum der Pflanze mehr statt.
    Stattdessen bilden sich oftmals Sproße / (Kindel).

    Ebenfalls als Rote Spinne, aber von den KuaS-Freunden nicht gemeint, wird die Rote Samtmilbe bezeichnet.
    Diese Milben saugen nicht an Pflanzen sondern ernähren sich von Insekten.
    Allerdings steht die Rote Spinne / Obstbaumspinnmilbe nicht auf ihrem Speiseplan.
    Die Rote Samtmilbe wird ca. 4mm groß - also auch für mich leicht zu sehen.
    Sie ist völlig ungefährlich für KuaS und kommt dort auch selten / nicht vor.

    LG Beate
    Geändert von beate (07.11.2018 um 01:26 Uhr)

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