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Thema: Hilfe Kaktus wird schwarz

  1. #1
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    Standard Hilfe Kaktus wird schwarz

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin weder Kakteen- noch Pflanzenexpertin und möchte euch gerne einen Kaktus zeigen, an dem sehr mein Herz hängt.

    Er wird unten dunkel, schwarz und weich. Ist das Fäule? Kann ich ihn retten?

    Er steht am Westfenster in der Nachmittagssonne.
    Ich gieße ihn wirklich selten. Aber gestern bspw. Habe ich ihn gegossen und nun hab ich das Gefühl er ist noch dunkler geworden.

    Vielen Dank für Eure Hilfe
    Jules
    Geändert von juleska (04.08.2019 um 17:16 Uhr)

  2. #2
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  3. #3
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    Hallo Jules,

    dein vermeintlicher Kaktus ist keiner, es ist eine Euphorbia.
    Sieht schlecht aus, wenn weich, dann fault es.
    Wie groß ist die Pflanze denn. Evtl. könntest du am noch gesunden oberen Bereich einen Steckling schneiden und diesen neu bewurzeln.

    Gruß
    Frauke

  4. #4
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    Hallo Frauke,

    danke für deine schnelle Antwort.
    Schaumal so groß ist er:

    https://www.imgbox.de/show/img/VCPrjGeWXU.jpeg

    Wie schneide ich denn am besten den Steckling und wie bzw worin bewurzel ich ihn?
    Danke dir!

    Liebe Grüße,
    Jules

  5. #5
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    Alles Wichtige zum Stecklingsschnitt bei Euphorbien findest du hier: http://www.euphorbia.de/cuttings.htm
    Die Pflanze hat schon eine gewisse Größe, also besser zu zweit arbeiten. Hab mal ein paar Striche an in dein Bild gemacht

    Euphorbia.jpg

    Erst aufmerksam den Beitrag lesen, dann Fußboden mit Zeitung auslegen, Wasser bereitstellen.
    Ein paar Dornen sind auch dran, dazu den abzuschneidenden Trieb mit einem alten Handtuch, Lappen oder ähnlichem umfassen. Das verhindert auch, dass am Trieb Verletzungen entstehen, denn da kommt dann immer Milchsaft raus.
    Den ersten Schnitt würde ich unterhalb der Verdickung machen. Allerdings befürchte ich, dass die Fäulnis schon weiter nach oben gezogen ist. Wenn, dann siehst du auch bräunliche Verfärbungen im Trieb. Einzelne Triebe werden direkt an der schmalen Stelle vom Haupttrieb geschnitten.

    Viel Erfolg

    wünscht
    Frauke

  6. #6
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    Hi Jules,

    im Gegensatz zu Frauke würde ich den Haupttrieb definitiv nicht weiter verwenden. Oberhalb des Schnittes, wie ihn Frauke eingezeichnet hat, scheint die Fäule bereits angekommen zu sein. Die Frage ist auch: Warum hat der Haupttrieb das Wachstum so plötzlich eingestellt? Die Klärung dieser Frage wäre nicht uninteressant, finde ich. Die Verdickung lässt darauf schließen, dass die Pflanze immer wieder mal den Standort gewechselt hat, mal etwas heller, dann wieder deutlich dunkler, vielleicht gepaart mit zu viel Kälte im Winter bei zu viel Wasser? Euporbien brauchen es in der Regel nicht ganz so kühl wie Kakteen.

    Also ich würde sämtliche Nebentriebe abnehmen und darauf achten, ob dort nicht auch schon die Fäule eingedrungen ist. Sind bereits Anzeichen von Fäulnis (bräunlich-dunkle Stellen an der Schnittkante), dann einfach weiter oben nochmal abschneiden. Den Steckling dann gut abtrocknen lassen (mindestens 10 bis 14 Tage), danach in leicht feuchtes Substrat stecken und gelegentlich angießen (nicht komplett abtrocknen lassen). Und im Winter am Besten im beheizten Zimmer lassen und das Gießen nicht einschränken; dabei möglichst hell stellen, bis Ende September möglichst ohne Mittagssonne.

    Und wie Frauke schon erwähnt hat: Euphorbien sind Wolfsmilchgewächse und damit giftig. Jeden Kontakt mit dem Milchsaft vermeiden, und wenn es doch vorkommt, dann möglichst sofort mit lauwarmen Wasser und Seife abwaschen. Das Zeug ist anfangs ziemlich klebrig. Den Milchfluss kann man mit ein paar Tropfen Wasser zum Stoppen bringen; das heißt: Den Steckling einfach für ein paar Sekunden in lauwarmes Wasser tauchen und dann beispielsweise mit einem Küchenkrepp abtupfen. Den Milchfluss an der Pflanze mit einer Handsprühflasche zum Stoppen bringen oder ein kleines Stück Küchenkrepp drauf drücken, damit die Sauerei nicht zu groß wird.

    Viel Erfolg,
    Herby

  7. #7
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    Hallo nochmal,

    vielen Dank für eure Ratschläge.
    Ja der Haupttrieb war leider total verfault, habe 3 Stecklinge ohne Fäule abschneiden können.

    Ich glaube, ich habe die Euphoria schlicht zu wenig gegossen und dann zu viel auf einmal. Kann das sein? Ich war nämlich sehr sparsam mit Wasser.

    Sollten die Stecklinge schattig liegen oder ist es auch an einem
    hellen Fenster ohne Sonne möglich?

    Vielleicht könntest du mir noch sagen in welches Substrat ich Sie dann am besten Pflanze?
    Ich möchte diesmal alles richtig machen und hoffe die Stecklinge überleben.

    Danke und viele Grüße,
    Jules

  8. #8
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    Hi Jules,

    am Bild ist leider schwer erkennbar, um welches Substrat es sich handelt. Wenn Du da das Wasser von oben gibst, könnte es sein, dass am Wurzelstock zu viel Nässe verbleibt und dann die Pflanze zum Faulen beginnt. Aber definitiv sagen kann man es nicht.

    Generell: Ich weiß nicht, woher die Mär stammt, dass man Sukkulenten und Kakteen nicht viel gießen soll. Im Sommer, bei hohen Temperaturen, viel Sonnenschein und langer Tagesdauer komme ich mit dem Gießen fast nicht mehr nach, so durstig sind meine Exemplare. Lediglich im Winter herrscht ziemliche Trockenheit, nur gelegentlich (1x im Monat) kommt ein Schluck Wasser in den Topf. Und: Ich gieße ausschließlich von unten. Im Sommer lasse ich den Topf auch schon mal eine halbe Stunde im Wasser stehen (in der Regel wird das Wasser aber komplett aufgenommen von der Erde) und schütte etwaig überschüssiges Wasser weg. Im Winter, wie gesagt, kommt gelegentlich ein Schluck pro Topf, damit die Wurzeln nicht komplett abtrocknen.

    Fürs Trocknen ist es egal, ob hell oder dunkel; generell ist hell aber insofern besser, als dass sich der Steckling dann nicht umgewöhnen muss vom Schatten ins Licht. Morgen- oder Abendsonne spielt keine Rolle, das vertragen die Stecklinge an sich gut. Als Substrat würde ich handelsübliche Kakteenerde nehmen, da ist ein großer Teil Torf drin, und das ist bei Euphorbien in der Regel vom Vorteil. Da die Euphorbien im Winter nicht ganz kalt stehen sollen (es geht zur Not auch normale Raumtemperatur), brauchen die auch im Winter etwas häufiger Wasser. Fällt die Temperatur unter 15°C, dann das Gießen deutlicher einschränken und die Pflanze wie einen Kaktus behandeln.

    Wichtig zu den Übergangszeiten: Je nachdem, wie viel Sonne die Euphorbia abbekommt, die Wassergaben langsam erhöhen. Auf jeden Fall Staunässe verhindern. Zu den Übergangszeiten einfach die Menge erhöhen, ohne dass der Topf oben feucht wird (da braucht es Gefühl). Ab etwa Anfang Juni sollten die Wassergaben so groß sein, dass der komplette Topf feucht wird (aber nicht nass). Und dann erst wieder Wasser nachgießen, wenn die Oberfläche des Substrats ein paar Tage trocken ist.

    Und noch ein Tipp: Ich nehme an, dass das ein keramischer Blumentopf ist. Wenn ja, dann entsorge ihn. Ich halte von denen wenig, weil sie das Verdunsten im Topf beschleunigen. Besser einen Topf aus Kunststoff nehmen, da musst Du weniger oft gießen und damit fühlt sich auch die Euphorbia wohler.

    Grüße aus Wien,
    Herby

  9. #9
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    Halli hallo,

    vielen Dank Herby, dass du dir die Zeit nimmst und mir so zahlreiche Tipps gibst.
    Meine Euphorbia Stecklinge liegen nun am Nordfenster. Bin nun für 2 Wochen nicht da, anschließend pflanze ich sie ein.

    Die Stecklinge werden etwas gelb bzw. einer von den dreien. Und auch ziemlich weich. Ist das ganz normal? Ich hab Panik, dass etwas schief geht. Ich hoffe so sehr, dass sie es schaffen werden!


    Liebe Grüße aus Heidelberg und ein sonniges Wochenende,

    Jules

  10. #10
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    Hi Jules,

    weich sollte sich das Gewebe nicht anfühlen, das wäre ein Zeichen, dass sich die Fäule schon weiter nach oben gearbeitet hat.

    Aber im Moment kannst Du eh nichts machen; Genieße den Urlaub und lass Dich überraschen, wie die Stecklinge danach aussehen. Am Besten machst Du nach Deiner Abwesenheit Fotos und zeigst sie hier. Jene Stecklinge, die sich auch an der Schnittstelle fest anfühlen, die kommen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch. Einfach überraschen lassen. Wirklich etwas tun kannst Du eh kaum. Wenn die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, lässt sie sich schwer verhindern.

    Viel Glück - Herby

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