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Thema: braune Stellen

  1. #1
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    Standard braune Stellen

    Hallo!
    Habe mich durch die Beiträge gelesen und werde nicht wirklich schlau daraus, ob meine beiden nun unter "Wurzelfäule" oder einem Pilz leiden.

    Beide kriegen von unten trockene, braune Stellen. Aber Verholzen tun sie wohl nicht, da sie ja nicht gross und schwer sind?

    Sie stehen in recht mineralischem Substrat. Den Sommer haben Sie auf dem Südseitenbalkon verbracht und wegen der Hitze alle 1-2 Wochen etwas Wasser bekommen.
    Die Wurzeln habe ich mir angeschaut, sieht nicht faulig aus?

    Danke für euren Rat!
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  2. #2
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    Zitat Zitat von pflänzli Beitrag anzeigen
    ... wegen der Hitze alle 1-2 Wochen etwas Wasser bekommen ...
    Hmmm ... warum wundert es mich gerade eben nicht, dass eine Pflanze, die in Vergleich zur Natur in einem viel zu kleinen Topf gepfercht wird, man sie im Sommer in die brütend heiße Sonne stellt und ihr das zum Überleben notwendige Wasser verweigert - dass diese Pflanze am Ende schlicht und einfach verbrennt? Auch wenn ein Kaktus so eine Tortour sogar über mehrere Jahre hin ÜBERLEBEN kann (die Betonung liegt dabei auf 'kann') ... aber bitte nicht böse sein, eine OPTIMALE Pflege sieht in meinen Augen anders aus. Ich hätte auch keine Freude, würde man mich im Sommer in den Garten setzen und dann tanzt alle 2 Wochen jemand mit einem Glas Wasser an.

    Mein Tipp: Stelle den Topf in eine Schale, gieße so viel Wasser rein, sodass dieses mindestens 2 cm hoch in der Schale steht und lasse beides wenigstens 1 Stunde so stehen. Erst danach schütte das überschüssige Wasser weg. Den Topf nach dem Herausnehmen noch etwas abtropfen lassen. Ich bin überzeugt, Du wirst fast zuschauen können, wie die Pflanze mit extremer Lust dieses Wasser in sich aufnimmt. Sobald sich die Oberfläche wieder trocken anfühlt, kannst Du die Prozedur wiederholen, mitunter könnte es schon nach 3 Tagen soweit sein. Dabei beachten: die Temperatur sollte nicht zu tief sinken, weil dann droht tatsächlich Wurzelfäule, wenn das Substrat zu nass ist. Also besser die nächsten Wochen ins Zimmer nehmen, optimalerweise an einem Nordfenster, das zumindest in der Nacht geschlossen gehalten wird (wegen der mitunter geringen Nachttemperaturen).

    Nur mal so aus dem Nähkästchen geplaudert, wie ich meine Kakteen versorge: Alle 2 Wochen ETWAS Wasser bekommen meine Kakteen und Sukkulenten IM WINTER, wenn es mal am Standort mehr als 10 Grad hat, weil sonst könnten die Wurzeln zu sehr abtrocknen; würde zwar auch keine große Rolle spielen, aber damit würde das Anwachsen im Frühling etwas erschwert werden. Im Sommer komme ich häufig mit dem Gießen nicht nach, und dabei stehen meine Kakteen lediglich an einem westseitigen Fenster mit einem Haus gegenüber, wobei die Sonnenscheindauer in etwa bei 4 bis 5 Stunden täglich liegt. Und nach jedem Gießen ist das Substrat triefend nass. Bei sehr hohen Temperaturen lasse ich das Wasser in der Schale sogar über Nacht stehen, spielt im Sommer überhaupt keine Rolle. Die Kakteen nehmen das überaus dankend an. Ausfälle wegen zu häufigem oder zu reichlichem Gießen hatte ich bisher noch nie.

    LG Herby

  3. #3
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    Und ich habe meinen Säulenkaktus während der Hitzewelle alle 3 Tage leicht bis mittel gegossen und er fing an der Basis an zu faulen. (Kleiner Topf / 70% Bims). Daher würde ich davon absehen, das gleiche nächstes mal zu tun (die anderen Pflanzen/Sukkulenten haben es jedoch überstanden und sind gut gewachsen incl dem der zu faulen begann)...

    Hast du deine Pflanzen mal ausgetopft und dir die Wurzeln angesehen Herby? Man muss solche Schäden nicht sofort sehen....

  4. #4
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    Zitat Zitat von woierueo9r789 Beitrag anzeigen
    Hast du deine Pflanzen mal ausgetopft und dir die Wurzeln angesehen Herby? Man muss solche Schäden nicht sofort sehen....
    Vermutlich liegt es an der Formulierung "leicht" oder "mittel" oder "wenig" oder "viel" ... weil das ist im Grunde genommen ja keine eindeutig verständliche Formulierung. Ich hab etwa 8 kleine Töpfchen (6 bzw 8cm Durchmesser) in einem Untersetzer für Balkonkästen mit einer Länge von 50cm und da schütte ich (je nach Temperatur und zu erwartender Sonnenscheindauer) auch schon mal einen halben Liter Wasser rein und das Wasser wird in der Regel innerhalb einer halben Stunde vom Substrat vollständig aufgenommen. Und wenn nicht, dann kümmert mich das im Sommer überhaupt nicht; dann weiß ich, dass ich beim nächsten Mal erst wieder nach einer Woche gieße.

    Herby

  5. #5
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    Hallo pflänzli,

    Deine Pflanzen sind keine Kakteen sondern gehören zur Gattung Euphorbia.
    Bild 1+2 wahrscheinlich Euphorbia fimbriata (Hybride)
    Bild 3 eine schöne (wahrscheinlich) Euphorbia horrida v. striata Gruppe

    Anders als viele Kakteen keine volle Sonne, besser Halbschatten.
    Viel Wärme im Frühjahr/Sommer/Frühherbst ist gut, im Winter nicht unter 10°Celsius.
    Sehr gut durchlässiges, mineralisches (Bims, Lava, Zeolith), Substrat ohne organische Anteile.
    Keine Staunässe.
    Viel Wasser und reichlich Dünger in der Wachstumszeit ist gut.
    Im Winter bei niedrigen Temperaturen und naturgemäß weniger Licht,
    nur soviel Wasser, dass die Wurzeln nicht wochenlang trocken stehen.
    Die braunen Flecken sind leider fast normal, die Ursache ist meistens Kälte und/oder stehende Nässe.

    LG Beate

  6. #6
    Administrator ***** Avatar von samsine
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    Hallo Martina,

    wenn du Fragen zu deinen Pflanzen hast, dann schreibe bitte dazu, um was für Pflanzen es sich handelt. Nicht jeder hier sieht auf den ersten Blick, was das für Pflanzen auf den Bildern sind.
    So auch ich nicht. Bei der ersten Pflanze steh ich ein wenig auf dem Schlauch, vermute Euphorbia susannae oder vielleicht doch etwas ganz anderes, evtl. ein Vertreter aus der Asclepsfamilie. Die zweite Pflanze ist sicher eine Hybride von Euphorbia meloformis.
    Deine Haltungsbedingungen hast du geschildert, das ist auch immer wichtig zu wissen.
    Auf jeden Fall handelt es sich hier nicht um Kakteen sondern um andere Sukkulenten. Verbrennungen an den Pflanzen schließe ich aus. Sind es beide Euphorbien, so ist die Verkorkungen an der Basis normal. Das es die E. meloformis zum Teil auch am Scheitel erwischt hat, kann durch Pflegefehler passiert sein.
    Den dunklen Fleck oberhalb bei der ersten Pflanze kann ich mir nicht erklären. So lange aber alle Stellen fest sind, besteht kein Grund zur Besorgnis.
    Ich hoffe, die Pflanzen stehen inzwischen in den Räumen, denn Temperaturen im einstelligem Bereich mögen Euphorbien nicht so.
    Ab November bis Ende Februar kannst du diese Euphorbien in die Winterruhe schicken. Pflegetipps zu Euphorbien kannst du auch auf Euphorbia.de erlesen.
    Und im nächsten Sommer gönnst du den Pflanzen etwas mehr an Feuchtigkeit.

    Beste Grüße
    Frauke

    EDIT: Die Beate war ein wenig schneller und du ließt, dass sie bei der Bestimmung zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen ist. Also einfach mal die in das Forum geworfenen Namen mit den Pflanzen vergleichen.
    Geändert von samsine (09.10.2019 um 23:26 Uhr) Grund: Ergänzung

  7. #7
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    Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Entschuldigt das gedrehte Bild, es wurde immer beim Import gedreht.

    Der kleine hohe ist laut Etikett eine Euphorbia susanne.
    Der mehrteilige eine Euphorbia meloformis.

    Der Balkon ist eine Loggia (überdacht), direktes Sonnenlicht haben sie erst gegen abends gesehen. Aber heiss war es! Ich hatte wohl so Angst vor Staunässe, dass ich zu spärlich gegossen habe. Und habe wohl das durchlässige Substrat unterschätzt.
    Bei der meloformis habe ich gelesen "Direkte Sonnenbestrahlung ist bei dieser Euphorie notwendig, volles Sonnenlicht mit Schattierung in den Mittagsstunden". Dies habe ich auch so befolgt, mit Angewöhnungszeit im Schatten im Frühjahr.

    Die Pflanzen sind jetzt drin. Dann werde ich sie jetzt noch einmal durchdringend giessen, bevor sie dann im November in die Winterruhe dürfen? Dann nur noch spärlich etwas Wasser.

    Danke!

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