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Thema: erde dämpfen

  1. #21
    Erfahrener Benutzer *** Avatar von Phelice
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    Hallöle!
    Entschuldigt wenn ich diesen Thread nochmal hoch krame. Ich versuche gerade, mir etwas Gartenerde zu dämpfen, um die Unkrautsamen abzutöten. Ich bin mir nicht ganz im reinen darüber, wie heiss und wie lange ich dämpfen sollte. Das Substrat soll für offene Topfkultur sein. Mit "offen" meine ich also "Nicht-Fleischer", ganz normal in den Topf und Samen rein.
    Hat da jemand ein paar Zahlen für mich bezüglich Dauer und Temperatur?

    Vielen Dank
    Tina
    Es ist nicht der Sieg gegen das Böse, das uns gut macht, sondern die Entscheidung, sich dem Bösen entgegen zu stellen.

  2. #22
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    Hallo Tina,
    ich habe meine selbst gemischte Aussaaterde ca. 1 std. bei 150 grd. im Backofen erhitzt.
    Samen sind jetzt aufgegangen, ich hoffe es wird was.
    Gruß tkoe

  3. #23
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    Hallo zusammen,

    im Backofen verbrennt die Erde eher. Gedämpft wird eigentlich mit Wasserdampf bei 70 - 90°C.

    LG Stachelbeerle

  4. #24
    Benutzer * Avatar von chili
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    Dämpfen mit Dampfkochtopf:
    In meinem Kakteenbuch gibt es ein Rezept für 1.5 bar Druck: 90 min. bei 112°C dämpfen. Da ein Dampfkochtopf laut Wikipedia normalerweise 1.8 bar und 117°C erreichen kann, lässt sich das Rezept wohl mit einem Dampfkochtopf verwenden. Ich persönlich habe die Methode bisher nicht verwendet, da ich keine Erde in einem meiner Töpfe haben möchte, in dem ich koche. Aber ich habe schon von anderen gehört, dass sie einen Dampfkochtopf verwenden.

    Trockensterilisation im Backofen:
    In meinem Kakteenbuch steht, man soll Luft-trockene Erde 2 Stunden bei 160-165°C halten. Diese Methode verwende ich meistens.

    Unsterile Methode:
    Das habe ich auch schon gemacht, insbesondere bei meinen ersten Versuchen. Aber Pilze und Trauermückenlarven haben mir das Leben schwer gemacht. Andererseits hat es auch manchmal geklappt, da frisch geöffnete Erde aus dem Laden meist keine Trauermückenlarven aufweist. Wenn ich die Aussaat abgedeckt habe und kleine Luftlöchern in die Abdeckung gemacht habe, um die Luftfeuchtigkeit zu senken, sind je nachdem auch keine Pilze gewachen (zumindest wenn die Erde nicht zu feucht war) und es sind tatsächlich Sämlinge gekommen. Zum Teil ist mir auch schon passiert, dass Samen eines Kaktus neben dem Kaktus in die Erde gefallen sind und gekeimt sind. Das ist aber wahrscheinlich eher Zufall, da die Kakteen nicht so viel gegossen werden und nicht unbedingt ideale Keimbedingungen vorhanden sind.

  5. #25
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    Zitat Zitat von chili Beitrag anzeigen
    Andererseits hat es auch manchmal geklappt, da frisch geöffnete Erde aus dem Laden meist keine Trauermückenlarven aufweist.
    Das stimmt so eher seltener. Man bemerkt sie meistens nicht. Damit die Party losgehen kann sollte die Erde erst ein paar Wochen ruhig stehen, dann kommen sie aus ihren Löchern hervor gekrochen
    Auch Trauermücken-Eier brauchen eine gewisse Zeit bis sie schlüpfen. Will man auf Nummer sicher gehen, so kann man probeweise einen kleinen Topf mit dem neuen Substrat füllen. Diesen gießen und mit Folie bedeckt 3-8 Wochen stehen lassen.

  6. #26
    Moderator ***** Avatar von Andreas75
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    Das Problem bei der Sache ist nur folgendes: Trauermückenlarven ernähren sich von unzersetzten organischen Stoffen in dauerfeuchter Erde. Je billiger, gleichbedeutend mit unbehandelter, das Ausgangssubstrat, umso eher siedeln sich die Krabbler an. Und je mehr unzersetztes drin, umso fröhlicher die gefeierten Urständ'.
    Dämpft man das Substrat nun, dann kann man an tierischem und pflanzlichen Mitreisenden vernichten, was bereits drin ist. Dadurch wird aber die Erde nicht besser, bzw. verschwinden dadurch nicht die nach wie vor enthaltenen unzersetzten organischen Bestandteile. Einem künftigen Trauermückenbefall sind also nach wie vor Tür und Tor geöffnet. Ebenso wie eventuellem Pilzbefall. Beides hat es nicht primär auf die Keimlinge abgesehen, nimmt sie aber gerne. Und da ist es ihnen egal, ob sie das von Beginn an können, oder erst ab der Abhärtungsphase, wenn das saubere Kleinklima unweigerlich zerstört werden muss.

    Helfen tut hier aus meiner Sicht nur ein hochwertiges Grundsubstrat, das man entweder fix und fertig kauft, oder aber sich aus einer hochwertigen Erde und mineralischen Anteilen selber zusammen mischt.
    Ich persönlich habe beste Erfahrungen mit mediterraner Kübelpflanzenerde eines namhaften Herstellers gemacht (fängt mit "com" an und hört mit "po" auf...), dass ich erstmal siebe, um die groben Bestandteile herauszuholen (Pflanzenfasern, Ästchen etc.). Als namhaftes Produkt hat dieses den Vorteil, schon gedämpft und sterilisiert zu sein, kostet ja auch genug, der Kram (wenn auch immer noch etwa viermal billiger als fertige, konventionelle Kakteenerde). Wie jedoch gesagt sind die Zielobjekte trauermückenlärvlicher Begierde auch da noch immer drin. Und müssen also raus. Und der beigemischte Mineralanteil ist doch etwas dünne.
    Also Grundsubstrat aussieben, noch etwas Lehm/ Lehm- Sandgemisch aus etwas größerer Tiefe dazu, sowie noch eine Mineralmischung (kein purer Bims, wenn es geht, der ist vielen Sämlingen zu kalkig). Das mineralische Substrat unseres Foren- Herren ist da schon sehr gut zum Beimischen geeignet. Dann muss man nicht dämpfen, nicht sterilisieren, und zeitgleich mit der Aussaat stellt man einfach ein/ zwei Gelbtafeln in der Nähe auf. Eventuelle Trauermücken werden so schon im Vorfeld dezimiert, und wenn dann die Zeit der Abhärtung kommt, kann sich erst gar keine dicke Population aufbauen.

    So funktioniert das gegen die Krabbler ganz prima, und gegen Pilz wartet man am besten, bis alles gekeimt ist, und gießt dann mal mit Chinosollösung drüber. Et voila.

    Grüße,
    Andreas

    PS: Eine gewisse Selbst- Dezimierung der Sämlinge bis zum ersten Pikieren ist übrigens ganz und gar nicht verkehrt, da so nur die fittesten übrig bleiben, die mit den gegebenen Bedingungen am besten klar kommen. In Kultur wird oft viel zu sehr versucht, alles mit durchzuziehen was geht, was dann nicht selten in anfälligen, schwächlichen Altpflanzen resultiert, die kaum aus dem Tee kommen, schlecht blühen und so weiter. Das kann man verhindern, indem man schon während der Aufzucht immer mal wieder die Schwächsten ausliest, und nur pikiert, was sich als wüchsig und vital erweist.
    Das können auch eher kleine Pflanzen sein, die nur eben so gut Wasser tanken können sollten wie die größeren, und quasi "auf jeden Fall bemüht" wirken müssen. Schwächliches mit matter Epidermis, dass sich mit dem Füllen schwer tut, während die Geschwister unmittelbar daneben bestens aussehen, kann raus. Solche Pflanzen wären auch das bevorzugte Trauermücken- und Pilzfutter, da viel leichter zu überwältigen.

    Also: Einwandfreies Substrat, Mut zur Selektion, und man kann sich vieles erleichtern und ersparen .
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie der trockenste Wüstenboden die schönsten Blüten hervorbringt...

  7. #27
    Benutzer * Avatar von chili
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    Ich kann bestätigen, dass Sämlinge unterschiedlich gut wachsen und unterschiedliche Pilzresistenz aufweisen. Mein extremstes Beispiel ist, dass ein Kaktus doppelt so groß geworden ist wie ein anderer und beide aus der gleichen Aussaat stammen. Weiter faulen manchmal Sämlinge sofort kläglich, wenn humoseres Substrat sehr feucht ist, während es anderen nichts auszumachen scheint.

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