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Thema: Aloe cosmo in mineralisches Substrat topfen?

  1. #1
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    Standard Aloe cosmo in mineralisches Substrat topfen?

    Liebe Leute,

    meine Aloe Cosmo stand offenbar zu naß, obgleich ich sie extrem wenig gegossen habe. Leider habe ich die Torferde nicht gewechselt beim Kauf, weil ich es noch nicht wußte. Sie hat noch ein paar intakte Wurzeln und ich frage mich nun, ob ich sie vielleicht in mineralisches Substrat für Kakteen pflanzen kann. Im Internet habe ich dazu nichts gefunden. Folgendes Substrat habe ich zur Verfügung:

    1. Mineralgemisch für Kakteen)
    2. Gebrochenen Blähton
    3. Seramis
    4. Kakteenerde (leider noch aus dem Baumarkt) könnte ich aber mit Sand und Mineralgemisch ergänzen

    Ich hänge noch zwei Fotos an, damit ihr sehen könnt, wie die "Sachlage" ist.

    20190814_085911_resized.jpg20190814_085924_resized.jpg

    Vielen Dank schon mal für eure Tipps!!!

    Liebe Grüße
    Petra

  2. #2
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    Hallo Petra,

    die "Sachlage" scheint doch hervorragend!
    100% mineralisches Substrat ist hervorragend geeignet - wenn Du zur Wachstumszeit monatlich Dünger gibst.
    Standort sehr hell aber keine "Knallsonne".
    Mein Mann pflegt seine Aloen, Gasterien und Haworthien alle in 100% mineralischem Substrat und ist sehr glücklich damit.
    (seine ca. 300 Pflanzen übrigens auch! )


    LG Beate

  3. #3
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    Hallo Beate,

    toll, das ist gut zu wissen! Ich hätte sie schon beinahe aus reiner Verzweiflung in mineralisches Substrat gesetzt.
    Noch eine Frage, was den Standort angeht. Sie stand bislang an einem Fenster Richtung Nord-Ost, das allerdings 3 Meter breit und auch fast genauso hoch. Also sehr hell, aber keine Sonnenstrahlung. Mein Eindruck war, dass sie sich wohl fühlte. Ich hätte auch die Möglichkeit von Süd-West Fenstern, auf die im Winter jedoch die Sonne zum Teil einige Stunden steht. Im Sommer nicht wegen einer Balkonüberdachung. Was würdest du da machen?

    Liebe Grüße
    Petra

  4. #4
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    Hallo Petra,

    nicht aus Verzweiflung sondern aus Überzeugung solltest Du Deine Pflanzen in 100% mineralisches Substrat pflanzen.

    Deine Aloe sieht gut aus, sie sollte bleiben wo sie war - maximales Helligkeit ohne Sonnenbestrahlung scheit ihr zu bekommen.
    Als Anregung, schau einfach mal wo die Pflanze die Du pflegst herkommt - UND wo sie dort wächst.
    Nicht alles was in Afrika wächst steht den ganzen Tag in der Sonne. Vieles wächst im Schatten von großen Pflanzen, unter Gebüsch und im hohen Gras.
    (auch bei Bildern von Pflanzen im Habitat ist Vorsicht geboten - die Fotographen räumen natürlich häufig den umgebenden Bewuchs beiseite, aus gutem Grund! )

    Noch eine Anmerkung zum mineralischen Substrat.
    Mineralisches KusS Substrat besteht aus Bims, Lava, Zeolihte, Vermiculite und Perlit.
    Sand, Kokosfasern, Holzchips, Torf, Blumen- oder Lauberde, Kiesel, Blähton, Seramis und Anderes haben darin nichts zu suchen.
    Der Vorteil des 100% miner. Substr. ist seine sehr große Wasserspeicherfähigkeit. Die gute Drainage, die "Brocken / Steine" backen nicht zusammen, Wasser kann gut ablaufen.
    Damit verbunden ist auch die sehr gute Fähigkeit zur Durchlüftung, Gasaustausch.
    Bims, immer der Hauptbestandteil, lagert Wasser in den Poren ein und damit auch die Stoffe die über den Dünger gegeben werden. (Zeolithe tun das übrigens in noch weitaus stärkerem Maße.)
    Die Pflanzen entnehmen Wasser und Dünger über einen längeren Zeitraum. Das miner. Substr. scheint trocken, ist es aber nicht.
    Ein weiterer Aspekt ist der PH Wert; dieser läßt sich in 100% miner. Subst. sehr gut steuern. (Viele Kakteen mögen z.B. ca. PH5,5, relativ sauer, dann etwas mehr Lava in das Substrat.)

    Die Steingröße sollte den Pflanzen angepaßt sein. Gemische mit Korngrößen von 2 bis 5 mm paßen für fast alle Pflanzen- und Topfgrößen.
    Mein Mann legt unten in die Töpfe immer einige größere Brocken damit das Substrat nicht durch die Abzugslöcher fällt. (Dafür geht in der Not auch Kiesel.)
    Mein Göttergatte pflegt seine 5 bis 6tsd. Pflänzchen ausschließlich in dem 100% miner. Substr. - er ist zufrieden.
    Wichtig ist aber; NICHTS organisches, KEIN Sand und Kies/Basalt Split.

    LG Beate
    Geändert von beate (15.08.2019 um 16:54 Uhr) Grund: Schreibfehler

  5. #5
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    Hallo Beate,

    meine Aloen und auch einige andere Sukkulenten habe ich jetzt in mineralisches Substrat umgepflanzt. Es ist wirklich unglaublich wie naß eine "normale" Sukkulentenerde noch ist, selbst wenn man Tage zuvor nur leicht gegossen hat. Das konnte ich jetzt beim Umtopfen feststellen.

    Als ich die Aloe Cosmo kaufte recherierte ich im Internet und fand heraus, dass sie eben nicht in der Sonne stehen möchte, sondern hell aber nicht sonnenbeschienen, weil sie zum Teil zwischen hohen Gräsern wächst. Deshalb habe ich sie vor Jahren auch an die Nord-Westseite gestellt, fällt mir jetzt wieder ein...

    Natürlich denkt man bei den Bildern die Fotografen von Pflanzen machen nicht daran, dass sie das Drumherum so arrangieren, dass die Pflanze frei und im Mittelpunkt steht, das ist ein guter Hinweis!

    Das mineralische Substrat überzeugt mich bei Kakteen sehr, obgleich ich erst seit Anfang des Jahres welche habe, merke ich doch, dass sie gut gedeihen darin. Ich sammle auch immer die dicken Brocken für den Boden (Abflußlöcher) ab. Hätte ich das mal alles früher gewußt, dann hätte ich den ersten Kaktus meines Lebens, den ich in einem Anfall von Mitleid im Mai von der Straße aufgelesen habe, wo er "ausgesetzt" worden war auch gleich richtig getopft. Es ist vermutlich ein Espostoa mit zwei gut 70 cm hohen U-förmigen Säulen, der komplett in Seramis saß und den ich wieder in Seramis setzte, weil ich es nicht besser wußte. Er ist darin offenbar gut gediehen, aber nach dem Umtopfen, hatte er wenig Halt darin, weil sich die feinen Wurzeln nicht mehr am Tontopf festhalten konnten. Vielleicht wage ich es im nächsten Jahr noch einmal ihn in mineralisches Substrat zu topfen... Die Umtopfaktion in diesem Frühjahr hat ihm nicht geschadet, er wächst und gedeiht prächtig Dank der guten Gieß-Tipps aus diesem Forum!

    Die Sache mit dem PH-Wert ist auch noch mal gut zu wissen. Wir haben hier (Nähe von Hannover) eine Wasserhärte zwischen 7 und 8. Ich verwende für die Pflanzen deshalb ausschließlich Regenwasser aus der Zisterne.

    Das ist ja der Wahnsinn, wieviele Pflanze dein Mann hat! Ich kann das aber gut verstehen, es macht Freude, die Pflanzen gedeihen zu sehen.

    Vielen Dank für deine wertvollen Hinweise, ich weiß nun, das ich auf dem richtigen Weg bin...

    Liebe Grüße
    Petra
    Geändert von Anna01 (16.08.2019 um 16:32 Uhr)

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