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Thema: Meine Aussaat 2010

  1. #1
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Hifonics
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    Standard Meine Aussaat 2010

    Hallo an alle,

    Bald ist es soweit und ich werde meine Aussaatfür 2010 beginnen. Natürlich möchte ich allen Pflanzenfreunden hier ein wenig daran teilhaben lassen und mir den einen oder anderen Ratschlag abholen.
    Insgesamt werde ich ca 73 Arten zu je 20 Korn am ersten März Wochenende auf das Substrat aufbringen. Unter anderm habe ich mir ein buntes Sortiment aus Echinopsis , Escobaria , Echinocerus , Gymnocalycium,Mammilaria,Matucana,Stenocactus und Thelocactus zusammengestellt. Eine genauere Auflistung der Arten wird folgen.

    Ausserdem werde ich dieses Jahr meine Aussaatmethode ein wenig verändern.
    Zum Einsatz kommen dieses Jahr 6,5cm Töpfe rund ,die Jahre zuvor verwendete ich immer möglichst Flache Aussaatschalen. Das Substrat war all die Jahre ein Gemisch 50:50 aus Compo Kakteenerde ( gesiebt ) und ein
    Quarz-Bims-Sandgemisch. Im Rahmen meiner erwähnten Umstrukturierung werde ich dieses Jahr die Aussaaterde von Haage verwenden das ganze pur. Vielleicht hat jemand von euch Tipps oder Erfahrung mit diesem Substrat . Mich würde hier intressieren ob man noch Stoffe beimischen soll oder ob es allein ausreichend ist .

    Die Samen werden mithilfe eines Holsspießes ( Schaschlikspieß) der in Wasser angefeuchtet ist auf die Substratoberfläche aufgebracht. Dieses wurde vorher ordenlich befeuchtet. Zum Abschluss wir die Oberfläche nochmals leicht besprüht bzw benebelt mit einem dursichtigen Partytrinkbecher abgedeckt und alles am Südfenster aufgestellt. Tags: 24-26 Grad Nachts 18-20 Grad

    Nun wird täglich kontrolliert was sich so tut und gegebenenfalls die Oberfläche feuchtgehalten. Etwa 2 Wochen nach der Keimung werde ich die Abdeckungen herabnehmen. Ein Düngen findet bei mir dann 4 Wochen nach der Keimung statt . Hier verwende ich den flüssigen Kakteendünger von Haage 0,5 ml auf 1 liter Wasser einmal Wöchentlich. Da ich auch beim Dünger umgestiegen bin erhoffe ich mir Erfahrungen zu diesem Dünger,speziel in der Dosierung. Die Normaldosierung für Kakteen liegt bei 10ml auf 10 Liter Wasser.

    Die ganzen Jahre zuvor habe ich meine Pflänzchen ca 5- 6 Monate nach der Keimung pikiert. Ab nun an würde ich das ganze erst nach 1 Jahr vornehmen vorrausgesetzt die Bedingungen: Erde ,Nährstoffe ect. spielen hier mit.
    Den ersten Winter werde ich die jungen Pflanzen auf dem Südfenster durchkultvieren ohne Zusatzlicht und der normalen Heizungswärme mit verringeter Wassergabe.Habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die versuche die Pflanzen kühl zu überwintern scheiterte im ersten Jahr leider immer sehr extrem.

    Desweiteren möchte ich erwähnen das ich soweit es möglich ist auf Chemie
    wie Beizmittel und Schutzmittel zu verzichten.


    Natürlich werde ich hier wenn es soweit ist die Erfolge in Wort und Bild festhalten . Jetzt heist es nur noch abwarten . Ich hoffe ihr könnt mir noch einige Tipps zusätzlich geben.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Egger
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    Hallo,

    Da hast Du Dir ja einiges vorgenommen.
    Das Aussaatsubstrat von Haage enthält relativ viel Humus.
    Ich persönlich würde noch Bims oder andere mineralische Anteile mit beimischen damit der Humusanteil geringer wird.
    Das mit dem Schaschlikspieß und dem aufbringen der Samen musst Du mir bitte nochmal erklären. Das habe ich nicht verstanden.
    Die Samen werden doch eigentlich nur auf die Oberfläche getreut.

    Wenn sie ihre ersten Dornen ausbilden kannst Du schon anfangen zu düngen. Je nach Art zwischen 4 und 8 (oder auch mehr) Wochen.
    Aber mit nur 5 % der angegebenen Menge bringt das nicht viel. Die vertragen schon etwas mehr.
    Am Anfang dünge ich mit ca. 30% der angegebenen Menge. Ungefähr alle 10 Tage.

    Wenn sie die erste Saison gut gefüttert und schön hell stehen dann wird das auch mit der kalten Winterruhe klappen.

    viele Grüße Egger!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Hifonics
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    Danke schon mal für den Ratschlag.

    Das mit den Holzspieß geht im Detail wie folgt:

    Spieß ins Wasser tauchen und inzwischen die Samen auf ein Untersetzer vorsichtig auskippen. Danach mit den angefeuchteten Spieß ein Korn aufnehmen und auf der Oberfläche ablegen.

    Die Körner kleben recht schön an dem nassen Spieß und man kann so Korn für Korn auf das Substrat aufbringen. Man sollte nur beachten das man die Körner nicht unter die Erde brint sondern nur ablegt.

    Ich habe mir schon überlegt das ich noch ein wenig Quarzkies 1-1,5 mm daruntermenge unter die ganze Aussaterde.
    Bei dem Dünger werde ich dan mal doch stärker zuschlagen da es für mich ein neues Produkt is das ich ausprobiere wollte ich ohne die Erfahrung natürlich nicht überdosieren.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Egger
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    Achso, Du streust die Samen in Reih und Glied damit auf.
    Okay, bei den Mengen die ich aussähe bin ich da immer zu faul dafür.
    Ich benutze die "Schütt-Methode".
    Das mit dem Quarz ist eine sehr gute Idee. Ich säe immer in rein minerlischer Erde aus.
    Aber ein bischen Humus ist nicht verkehrt.

    Viel Glück bei Deinen Aussaaten wünscht Egger!

  5. #5
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Bockav
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    Hallo,
    wie lange brauchst du da denn, bist du alle 73 arten gesät hast?
    (wäre ja 1460mal auflegen).

    LG Olf
    LG

    "Wer früh aufsteht, sammelt doppelt soviel Glück!"

  6. #6
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    Wo du es sagst hast du recht. Ich habe garnicht darauf geachtet das er 73 Arten säht. Dann hat da jemand in 3-6 Jahren aber einige an Kakteen

    Ich habe dieses Jahr bei mir doch nicht alles in Reih und Glied gesäht. Das war letztes Jahr ganz schön aufwendig.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Hifonics
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    Guten morgen allerseits,

    das mit dem auflegen ist gar nicht so Zeitintensiv wie man vermuten mag.
    Ich habe neben Kakteen noch Modelbau als Hobby und arbeite beruflich in der Elektroindustrie im Bereich Analyse und habe auch dort viel Fummelarbeit mit Kleinen Microteilchen. Daher geht das bei mir relativ flott von der Hand.

    Ich habe die vergangenen Jahre bereits immer ca 25 Sorten nach dieser Methode gesäät und war so nach ca 2 Stunden damit fertig. Von daher ist es auf ein Wochenende locker zu schaffen.

  8. #8
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    Naja, wahrscheinlich wirst Du in einigen Jahren Deine Methode ändern.
    Dann kommt noch die fröhliche Zeit des Pikierens auf Dich zu und das zieht sich dann doch ganz schön hin.
    Frag mich mal, woher ich das weiß.


    lg

  9. #9
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    Das Aussaatsubstrat von Uhlig ist nicht so mit humosem Anteil versehen.Ich hatte beide Sorten einmal das von Haage , einmal das von Uhlig .
    Für einen Vergleich war das sehr gut.
    Das Substrat von Haage war ohne Zusätze spitzenmäßig für die anderen Sukkulenten, und das von Uhlig war super für Kakteen.
    Brigitta

    Wer nichts zu verlieren hat, ist reich .(aus China)

  10. #10
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von stefang
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    Hallo,

    das sind ganz schön viele Parameter, die du da im Vergleich zu deinen bisherigen Aussaaten veränderst. Ein paar Gedanken dazu:

    1. ich verwende auch das Aussaatsubstrat von Haage und habe bisher keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Letztes Jahr habe ich es erstmals 1:1 mit Kieselgur gemischt. Das klappt auch sehr gutund ich werde es so beibehalten.

    2. Ich finde es sehr riskant, wenn du völlig ohne "Chemie" arbeiten willst. Zumindest solltest du das Substrat vor der Aussaat dämpfen, um Pilzsporen etc.abzutöten. Wenn du kein Chinosol o.ä. verwenden möchtest, solltest du aber irgendein Fungizid für den Notfall bereithalten.

    3. Ohne Kunstlicht durchkultivieren finde ich auch nicht so einfach. Der Grad zwischen vertrocknen und vergeilen ist doch recht schmal. Und was hast du dadurch gewonnen? Dass du bei der kühlen/trockenen Überwinterung Ausfälle hattest, kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass die Töpfe noch feucht waren, als du sie kaltgestellt hast. Wenn die Sämlinge groß genug sind (deswegen säe ich immer im März aus, dann sind sie bis zur Winterruhe ein gutes halbes Jahr alt), sollte es kein Problem geben. Dass der eine oder andere nicht überlebt ist normal.

    4. Deinen Zeitplan solltest du etwas flexibler handhaben. Ich finde es ein wenig früh, die Abdeckung schon nach zwei Wochen zu entfernen (zumal manche Arten da gerade erst anfangen zu keimen) Da du den Vorteil hast, jeden Topf einzeln abgedeckt zu haben, kannst du die Spanne sehr individuell gestalten. Und dann würde ich erstmal langsam lüften und die Zeiträume nach und nach verlängern, in denen der Deckel ab ist. Ansonsten ist die Gefahr, dass die Kleinen vertrocknen recht groß.

    Ich wünsche dir viel Erfolg!
    Viele Grüße
    Stefan

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