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Thema: Erfahrungen mit seedpro TB FBZ24 (R)

  1. #1
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von lophario
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    Standard Erfahrungen mit seedpro TB FBZ24 (R)

    Hallo liebe community!
    Ich habe mir bei Kakteen Haage seedpro TB FBZ24 (R) bestellt. Hier der Link zum Produkt: http://www.kakteen-haage.de/shop/oxid.php/sid/93f18fd1fd446e7230354e4ba9f14e23/cl/details/cnid/0c4881a8cc095d714d10c07bb11ffb74/anid/003fd16c0dee24a11adf0b47d6120f3d/seedpro-TB-FBZ24-(R)---biologisches-Trockenbeizmittel-10-g/

    Ich wollte mal nachfragen ob hier schon jemand Erfahrung damit hat.

    Meines Wissens ist es das einzige Beizmittel für den Klein- und Hausgartenbereich, zumindest habe ich kein anderes gefunden (außer vll noch Kaliumpermanganat, das wollte ich auch noch dafür testen, das bekommt man allerdings auch nur in der Apotheke).

    LG

  2. #2
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von Captain Nemo
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    Standard

    Habe ebenfalls aus Neugierde bei Seedpro zugeschlagen, und zwar die ganze Palette:

    1. Trockenbeizmittel
    2. Gießzusatz
    3. Erdzusatz

    Meine Erfahrungen:

    1. Trockenbeizmittel -- gut zu handhaben. Ich gebe eine Pinzettenspitze voll in das Samentütchen. Es umschließt die Samen gut, ohne die Rieselfähigkeit der Samenkörner beim Weg aus der Tüte zu beeinträchtigen. Ob es taugt, weiß ich nicht. Ich hatte bisher noch nie Pilzattacken in der Aussaat, weder mit noch ohne Trockenbeize. Liegt vielleicht am:
    2. Gießzusatz -- gut zu handhaben. Löst sich nicht auf, sondern verhält sich wie ein Schwebstoff. Zum Sprühen daher bei feiner Sprühdüse wohl eher nicht geeignet. Beim Anstauen von unten bleibt nach der Verdunstung ein schmuddeliger Fleck in der Schale. Das ist zu verschmerzen. Früher habe ich Chinosol verwendet, jetzt verwende ich den Gießzusatz.
    3. Erdzusatz -- etwas unhandlich. Weil sehr wenig Substanz, daher musste ich mein Substrat extra gründlich und lange durchmischen, bis ich das Gefühl hatte, dass es sich jetzt gleichmäßig verteilt hat. So ähnlich wie ein kleines Tütchen Backpulver auf 1000 Gramm Mehl . Auch hier kann ich nicht sagen, ob es wirklich was bringt. Zwei Beobachtungen:
      (1) Früher hatte ich nach einigen Wochen immer Moos/Algen und weißes Zeugs auf der Substratoberfläche. Das habe ich jetzt nicht mehr. Könnte an seedpro liegen, oder vielleicht daran, dass ich zeitgleich mit seedpro auch auf ein voll mineralisches Aussaatsubstrat umgestiegen bin. (Ich weiß ich weiß, immer nur einen Parameter ändern, sonst wird nie eine Wissenschaft draus )
      (2) Im Inkubator ist leichter Modergeruch, seit ich seedpro verwende -- aber siehe oben, könnte auch an irgendeinem Bestanteil meines Mineralmix liegen.

    So, genug getippt

  3. #3
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von lophario
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    Also wirklich überzeugt hat es mich nicht. Bei meiner letzten Aussaat habe ich auf Chinosol verzichtet und nur Seedpro verwendet.
    Einige Samen gammeln jetzt.
    Ich werde weiterhin beim Chinosol bleiben.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Yaksini
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    Nachdem ich im vorigen Jahr das Beizmittel probiert habe , flüchtete ich in diesem Jahr wieder zu Chinosol zurück .
    Es schimmelte nämlich bei dem Beizmittel genauso wie ohne , also war das Mumpitz.
    Brigitta

    Wer nichts zu verlieren hat, ist reich .(aus China)

  5. #5
    Travelbear
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    Hallo Leute,

    danke für Eure Erfahrungsberichte. Wirklich Verpilzungsprobleme habe ich nur bei Aussaaten von ein paar schwierigen Kanditaten, wie Echinocactus horizonthalonius oder Toumeya papyracantha. Man sollte vermuten, daß 16 min Einwirkung von konz. Schwefelsäure, anschließendes eintägiges Quellen in einer 0,05%igen Chinosollösung oder alternativ in einem Fungizidbad von 2,5gr Redomil Zineb 72 WP pro Liter Wasser, den Pilzsporen wirklich den Garaus machen sollte. Aber weit gefehlt. Ich beobachte trotzdem nach 3 bis 4 Tagen an machen Samenkörnern bei bestimmten Chargen, wie plötzlich auf der Testa weiße Pünktchen wachsen, also Fruchkörper von Schimmelpilzen gebildet werden. In diesen Fällen müßen die Schimmelpilzsporen so tief in die Testa eingedrungen sein, daß ihnen Äußere Behandlungen nichts anhaben kann. Ich hab auch schon derartige Samenkörner genommen und 1 Std in reinem underdünntem Klorix gebadet kurz mit abgekochtem Wasser von anhaftender Chlorbleiche befreit und wieder ausgesät. Pustekuchen, drei Tage später war wieder alles beim Alten. In wenigen Fällen keimte es sogar aus solchen Samenkörnern, aber die Keimlinge sahen alles andere als gesund aus. Sie trugen keine Schäden durch die Behandlung mit den äußerst agressiven Chemikalien auf, sondern tyische Merkmale von Pilzinfektionen. Ich hatte mir schon einmal überlegt, diesem Pilz mit funghipathogenen Bakterien anzugehen. Mein Gedanke kam da auch auf Seedpro, aber nach all dem, was ich jetzt gelesen habe, nehme ich Abstand und suche weiter....

    Gruß Peter

  6. #6
    Moderator ***** Avatar von elkawe
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    Ich zäume jetzt das Pferd mal von hinten auf

    Durch die Sterilisation der Samen mit Säure finden Pilzsporen, die sich im Wasser, der Luft und im Substrat, deiner Atemluft und sonstigem befinden, ideale Bedingungen auf den Samenkörnern.

    Der "Fehler" bei dir, Peter, sollte da wo anders liegen. 50% allerdings gestehe ich dem neuen Beizmittel zu, es ist halt kein Aatiram.
    Der Beitrag kann Rechtschreibfeler enthalten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal von elkawe editiert, zuletzt vor 8 Minuten. Grund: Hab mirs anders überlegt
    Eine Reise durchs Kakteenjahr

  7. #7
    Travelbear
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    Hallo Steffen,

    gut, ich habe keine Sterilbox bei mir zu Hause, aber trotzdem läßt es sich einigermaßen sauber und fast steril arbeiten. Fast immer teile teuren Samen in mehrere Aussaaten auf. Falls etwas schief gehen sollte, habe ich keinen Totalverlust. Es ist dann auch interessant, daß immer nur bei ganz bestimmten Chargen diese Art der Verpilzung auftreten und dies dann auch bei allen Aussaaten die diese ganz bestimmten Samen betreffen. Wenn ich z.b Form A und Form B einer gleichen Art gleichzeitig in jeweils nebeneinander in mehreren unabhängigen Gefäßen aussäe und A diesen bestimmten Pilz trägt, so beobachte ich in allen Gefäßen ein Aufkommen bei A und nur bei A obwohl B gleich daneben liegt. Zu einer größeren Ausbreitung kommt es nicht. Die Infektionen sind immer auf auf das jeweilige Samenkorn beschränkt. Natürlich kann ein Einbringen der Schadkeime weitestgehend ausgeschloßen werden, da auch im Umfeld auf Sauberkeit geachtet wird. Es kann also wirklich davon ausgegangen werden, daß die Infektion vom Samenkorn selbst ausgeht und nicht aus der Umwelt stammt.

    Gruß Peter

  8. #8
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    Hallo!

    Das ist interessant, was Du schreibst, denn mir ging´s genauso.
    Ich hatte den Eindruck, dass es Samen von Mesa Garden waren, die diesen Pilz hatten. Ich weiß nicht, ob das vielleicht Entnahmen aus dem Freiland sind oder aus einer bestimmten Zuchtstation?!
    Ich will die Samen von denen nicht schlecht machen, aber wenn man das vorab weiß, kann man ja vorsichtshalber beizen oder sich mit Chinosol ausrüsten. Normalerweise benutze ich diese Hilfsmittel nicht und müßte sie mir erst kaufen.
    Gärtnerei ist die langsamste der darstellenden Künste.

  9. #9
    Travelbear
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    Hallo Dicksonia,

    es ist interessant, daß Du Mesa Garden nennst, denn genau bei Samen von Steven Brack habe ich das Problem dieser äußerst resistenten Pilzsporen gemacht... bei Samen aus Tschechien oder Deutschland dagegen noch nicht.
    Auch ist die Infektion niemals zu den gesunden Samen übergesprungen selbst wenn die Parzellen angrenzten. Allerdings gehen die Trennwände auch von Grund der Schale bis an die Foliendecke.

    Ich muß aber auch sagen, daß es noch nie zu einem völligen Keimausfall kam, sondern immer ein gewisser Teil durchzubringen war.

    Gruß Peter
    Geändert von Travelbear (10.06.2009 um 21:20 Uhr)

  10. #10
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    Hallo Peter!

    Dann hattest Du mehr Erfolg als ich. Bei mir hat´s in dem betroffenen Topf regelmäßig alle Sämlinge geschrottet. Ich behandele sowas auch nicht mit Chinosol, weil´s für mich natürliche Auslese ist. Trotzdem schade.
    Überspringen tun Pilze bei mir sowieso nur selten. Normalerweise bilden sie anfangs keine Sporen und dann reicht die Zeit aus, damit die Sämlinge die ersten Dornen zeigen und an die Frischluft können. Nur diese Pilze aus Amerika waren leider sehr aggressiv und töteten die Sämlinge sehr schnell. Aber es waren nicht alle Arten betroffen und darum vermute ich, dass sie aus einem bestimmten Habitat stammen müssen.
    Schade, dass Aatiram vom Markt ist, denn damit hätte ich vielleicht nochmal einen Versuch gestartet und bei Mesa Garden bestellt.
    Gärtnerei ist die langsamste der darstellenden Künste.

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