Und da ist das eigentliche Problem begraben. Viele einstmals eigenständige Arten und Gattungen wurden von einigen Autoren unter einer Art bzw. Gattung zusammen gelumpt, wodurch einstmals sehr deutliche oder auch undeutliche Merkmale bei den Spezies verloren gegangen sind.
Echinopsis calorubra wird mitlerweile als Subspezies geführt. Echinopsis obrepanda ssp. calorubra. Was wiederum heißt, dass ssp. calorubra ähnliche Merkmale wie die Typusart aufweist, jedoch in einem von diesem isolierten Habitat wächst und sich in der Natur mit ihr nicht genetisch Vermischen kann. Da aber unter dieser Subspezies auch Synonyme geführt werden wie Echinopsis rojasii ist eine Vermischung der ursprunglichen Geninformationen, wie Bedornung, Blütenfarbe usw. mitlerweile bei Kulturpflanzen ineinander übergegangen und es können Pflanzen mit verschiedenen Erscheinungsformen und Blütenfarben auftauchen. Dadurch ist nach meiner Meinung bei solchen Großgattungen wie Echinopsis, die einstmal aus vielen isolierten kleineren Gattungen wie Lobivia, Pseudolobivia, Trichocereus, Helianthocereus usw. bestand, eine eindeutig genaue Zuordnung ohne Wissen über die Herkunft und die Reinheit vom Saatgut nur schwer möglich, ja fast unmöglich.
Echinopsis calorubra = Blüten bis 15 cm lang, Petalen spatelig, oben orangerot, unten bläulich rosa
Echinopsis rojasii = Blüten bis 12 cm lang, blaßrosa, weißlich und bräunlich behaart
Echinopsis obrepanda = weiß bis magentarot (Duft nach Petersilie möglich)
Adios Amigos
Ralf
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