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Thema: Wildwachsende Kakteen im Alpenraum

  1. #11
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von kaktusfan Micha
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    Schon immer wurden Pflanzen verdrängt und neue sind zugewandert. Wind und Tiere verbreiteten Pflanzen seit jeher über große Entfernungen.
    da haste wohl Recht, Mensch tut dies auch
    OK, nicht gerade von Kontinent zu Kontinent. Aber meine Beobachtungen zeigen, dass viele Insekten und auch Vögel von fremdländischen Pflanzen sehr profitieren können.
    aha, kann aber auch extrem daneben gehen. und dann profitiert nur der Neophyt
    Michael



  2. #12
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von OPUNTIO
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    Ruhig bleiben Leute
    Deutschland wird nie ein Paradies für Freilandkakteen werden! Und verdrängen werden die gar nichts, weil sie sich nur an ganz, ganz wenigen Standorten dauerhaft behaupten können.
    Das Neophyten auch bei uns zum Problem werden können ist klar. Sieht man besonders am Springkraut, das hier bei mir langsam die Bachufer zuwucherte. In letzter Zeit wird einiges dagegen getan, aber ganz ausrotten wird man es wohl nicht können.
    Aber was ist eigentlich eine ''einheimische'' Pflanze? Die paar Arten, die nach der Eiszeit in Mitteleuropa noch vorhanden waren?
    Oder auch jene, die es vorher noch gab? Viele dieser, durch das Eis ausgelöschte, Arten gibt es noch in Nordamerika, wo sie sich durch die Nord-Süd Ausrichtung der Gebirge, vor dem Eis zurückziehen konnten. Bei uns war an den Alpen Endstation!
    Wenn man solche Arten, oder nahe Verwandte davon, wieder einbürgert, ist das dann schon ein Neophyt,oder nur ein Heimkehrer?
    Viele Obstbäume, Robinien und sogar die uns doch so sehr vertraute Kastanie, waren ursprünglich nicht bei uns heimisch. Viele kamen aus Asien, und der aus Nordamerika stammende Knallerbsenstrauch ist auch schon verwildert und gehört stellenweise zum Landschaftsbild.
    Im Übrigen gibt es in Deutschland eigentlich so gut wie gar keine natürliche Landschaft mehr. Wo jahrhundertelang Laubmischwälder standen, öden einen jetzt Nadelbaummonokulturen an. Gottseidank ist diese Entwicklung rückläufig. Und auch die wunderschöne Lüneburger Heide ist eine von Menschen( und Schafen) gemachte Kulturlandschaft.
    Deshalb: Abgesehen von wirklich invasiven Pflanzen, sollten wir uns an jeder Art erfreuen, die unseren, im Vergleich, kargen und artenarmen, Lebensraum bereichert.
    Gruß Stefan
    '' Gras ist IMMER nass. Sonst wäre es ja nicht grün '' Frl. Rottenmeyer

  3. #13
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  4. #14
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Tephrofan
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    ...ich sehe das genauso wie Stefan!
    In meiner Kindheit war es wenigstens noch selbstvertsändlich durch
    Blumenwiesen und natürliche Landschaften zu wandern. Heute eine
    Rarität....dank unserer "landschaftspflegenden" Bauern. Ich finde es
    beschämend wie gleichgültig alles tod geodelt wird und mit Monokulturen
    alles verödet. da sollten wir wirklich dankbar sein, wenn hie und da einmal
    eine Blüte hervorlugt, die nicht Opfer permanenten Herbizideinsatzes oder
    Überdüngung geworden ist. Und mal ganz ehrlich, das Sprinkgkraut hat
    wahrlich einen explosionsartigen Vermehrungsdrang, ist aber eine willkom-
    mene Hummelweide. Zudem blühen sie wirklich sehr schön und üppig. Such
    mal eine einheimische Pflanze, die dem das Wasser reichen kann.....Aus-
    rotten wird man sie nie können, also muss man akzeptieren, dass sie sich
    hier breit macht. Ich finde es immer wieder befremdend wenn über Pflanzen
    gelästert wird, die hier Fuss fassen können, aber zig´ Sorten die hier von
    den Bauern auf Dauer vernichtet werden, darüber redet keiner.....

  5. #15
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Stachelfee
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    Hallo Uwe,

    von wildwachsenden Opuntien im Alpenraum habe ich noch nie gehört. Das sind sehr schöne Aufnahmen. War das ein Zufallsfund von Dir oder kanntest Du den Standort schon? Was machen Deine Ableger? Und warst Du mal wieder dort im Alpenraum?
    Viele Grüße,
    Stachelfee

  6. #16
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    @Stachelfee

    Ich kannte die ungefähren Standorte. Dieser war einer von etwa 4-5 in der Schweiz. Ganz genau sind die Standorte bisher nicht beschrieben worden, bloss andeutungsweise.
    Ok, dieser bei Sion/Sitten im Wallis ist der bekannteste und der ist auch in der "Flora helvetica" (Buch) beschrieben. Es gibt aber noch einen besseren im Wallis (mit Cylindropuntia imbricata), den möchte ich auch noch aufsuchen. Die genau Beschreibung hierzu habe ich zum Glück von privater Seite bekommen

    Die 2 Ableger, die ich mitnahm, sind prächtig angewachsen und der Opuntia scheeri-Trieb hat auch 2 Blütenknospen!

    Ich fahre alle 3-4 Wochen ins Wallis, weil wir dort ein Haus haben. Allerdings liegt der Fundort gut 1 Autostunde entfernt (tiefer unten im Tal). Sobald als möglich möchte ich die Standorte wieder aufsuchen.

    Grüsse, Uwe
    In Wirklichkeit sind die Dinge ganz anders als sie in Wirklichkeit sind!

  7. #17
    Erfahrener Benutzer ** Avatar von Stachelfee
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    @Uwe:
    Das finde ich auch gut, dass die ganzen Standorte der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind und sie nur über Insider zu erfahren sind. Für mich wäre die Bergsteigerei sowieso nichts. Ich gucke mir lieber die Bilder an, die Du uns hoffentlich weiter lieferst.
    Viele Grüße,
    Stachelfee

  8. #18
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    Hallo Leute
    War in den Sommerferien auch in Sion ein paar Schnappschüsse machen.
    Für ein Kakteenfan wirklich ein interessanter Ausflug und auch sonst ein schönes (und heisses) Plätzchen...

    http://a.imageshack.us/img695/5109/dscn8807z.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img198/7960/dscn8798.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img804/5938/dscn8796.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img828/9066/dscn8793.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img295/4770/dscn8792.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img24/640/dscn8790.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img534/3203/dscn8787w.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img807/3917/dscn8785.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img443/3817/dscn8765n.th.jpg
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    http://a.imageshack.us/img63/9237/dscn8762j.th.jpg
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    LG
    Markus
    Geändert von cactusami (10.08.2010 um 15:54 Uhr)

  9. #19
    Erfahrener Benutzer *** Avatar von schmetterling0004
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    Sehr erstaunlich, dass sowas bei uns ganz natürlich wächst - danke für die Bilder

    LG

    Miriam

  10. #20
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    Zitat Zitat von schmetterling0004 Beitrag anzeigen
    Sehr erstaunlich, dass sowas bei uns ganz natürlich wächst - danke für die Bilder

    LG

    Miriam
    Bitte gern geschehen

    Naja, so erstaunlich ist das gar nicht, wenn man betrachtet, wo Opuntia humifusa überall wächst. Selbst in Kanada ist diese Art verbreitet. Und das Wallis hat wohl nicht mehr Niederschläge oder weniger Sonnenstunden, als die "Heimat" der humifusa...

    LG

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