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Thema: O.-imbricata-Pilz!!!!

  1. #1
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    Standard O.-imbricata-Pilz!!!!

    Hallo Leute
    Heute fiel mir auf, das sich meine imbricata nicht rührt. Alle Glieder sind noch genauso geschrumpft wie im Winter. Bei genauerer Betrachtung fiel mir auf, das ein Glied , welches bis auf die Erde hing, selbst Wurzeln geschlagen hat und munter vor sich hin trieb! Habe daraufhin die Pflanze ausgeraben und einen Pilzbefall des untersten Teils festgestellt. Dies empfand ich als sehr seltsam weil die imbricata im trockensten Teil des Beetes steht. Da kommt kein Regen hin! Die benachbarten Pflanzen zeigen keine Symptome. Habe die Pflanze dann gekürzt ( heul ) . Soll ich die Erde jetzt mit einem Pilzmittel behandeln oder nicht? Wenn ja, mit welchem. Wie lange würdet ihr die Schnittstellen ablüften lassen, bevor ich die Pflanze wieder einsetze? ( Sind jetzt zwei Pflanzen draus geworden.) Könnte mich totärgern. Die imbricata war schon fast 80 cm groß.
    Gruß Stefan

    Die Wurzeln sind völlig tot!
    http://img365.imageshack.us/img365/1458/dsc01403ge9.jpg
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    Schwarz, aber nicht matschig.
    http://img409.imageshack.us/img409/9144/dsc01404in7.jpg
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    Schrumpelglieder wie im tiefen Winter
    http://img357.imageshack.us/img357/1631/dsc01405nk4.jpg
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    Der Stamm ist völlig durchsetzt
    http://img292.imageshack.us/img292/6969/dsc01406zn1.jpg
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    Hier endet der Pilzbefall!
    http://img20.imageshack.us/img20/3809/dsc01407hj0.jpg
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    Die hellbraunen Stellen sind die normale Verholzung.
    http://img341.imageshack.us/img341/3889/dsc01408tx4.jpg
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    Geändert von OPUNTIO (18.04.2007 um 12:51 Uhr) Grund: Bilder zufügen
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  2. #2
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    Hallo

    Es sieht schwer nach einer nachhaltigen Schädigung aus...die Frage ist, woher kommt diese? Ursache?

    So etwas geschieht nicht von heute auf Morgen!
    Wie verhielt sich die Pflanze im letzten Jahr, und nach dem Winter 05/06?
    Hat sie normale Triebe gebildet?

    Wenn ich all die Jahre zurück blicke, habe ich auch schon Kakteen durch Pilzbefall verloren, aber nur, wenn sie vorher schon geschädigt waren...und zwar in der Regel von der Kälte vom Vorwinter.

    Gruss, Uwe
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  3. #3
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    Hallo Uwe
    Gestern habe ich eine O. whipplei mit demselben Symptom entfernt. Allerdings nicht soweit fortgeschritten wie bei der imbricata. Ich verstehe das Ganze nicht so recht, denn die Pflanzen stehen jetzt seit vier Jahren am selben Standort und wuchsen immer zügig. Zuviel Bodenfeuchtigkeit im Winter kann's nicht sein, weil dieser Teil meines Beetes vom Balkon quasi überdacht wird. Die Erde dort ist im Winter staubtrocken. Die beiden Patienten stehen ( standen )etwa 1,5m auseinander. Die Pflanzen in unmittelbarer Nachbarschaft der Beiden sind kerngesund.So wie alle anderen im Beet auch!
    Als Nachbarpflanzen stehen dort: O. macrocentra sb911, eine fragilis-Hybride, Escobaria sneedii und E. leei, Echinocereus viridifloris sowie eine weitere whipplei.
    Die einzige Gemeinsamkeit die die beiden betroffenen Kakteen hatten, war der Umstand, das sie jeweils hinter einem etwa kopfgrossen Stein wuchsen. Damit will ich sagen, das die untersten zehn bis fünfzehn Zentimeter IMMER im Schatten waren. Aber das kann doch nicht die Ursache sein,oder?
    Ich tippe da eher auf den viel zu milden Winter mit kaum Minusgraden! Was meinst du?
    Gruß Stefan
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  4. #4
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    Ja, das Ganze ist schon komisch...sieht schon nach Wurzelfäulnis aus.
    Es können schon auch Erreger im Boden sein, die im Sommer, wenn Du giesst, sich ausbreiteten und dann im milden Winter ihr "Werk" ganz vollendeten.

    Welche Substratzusammensetzung hast Du denn dort unter dem Balkon?

    Gruss, Uwe
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  5. #5
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    Dort hab ich eine Mischung aus ca.40% Gartenerde,40% Split von 1-15mm Körnung aus halbverwittertem einheimischen Fichtelgebirgsgranit( vom Kösseineberg) und ca 20% Quarzsand 1-1,5er Körnung.
    Den verwitterten weissen Granit ( ist dann gelblich bis braunorange) benutze ich schon seit vielen Jahren auch bei meinen anderen Kakteen und Sukkulenten in verschiedenen Mischungsverhältnissen.
    Auf die Idee brachte mich ein Kakteenzüchter aus dem Nürnberger-Raum der das Zeug gleich in grosser Menge mit dem LKW holte.
    Da fällt mit gerade etwas ein! Auf der Wiese vor dem Beet wachsen von Spätsommer bis Herbst je nach Feuchtigkeit immer ein paar Wiesenchampignons! Da sich das Mycel von Pilzen unterirdisch über einige Quadratmeter ausbreitet, ist es durchaus möglich das es bis zu den befallenen Pflanzen reicht. Andererseits ist der Boden dort für Champignons meiner Meinung nach viel zu trocken! Auch habe ich noch nie von einer Pflanzenschädigenden Wirkung des Pilzgeflechtes von Champignons gehört!
    Gibt es ein antimykotisches Mittel das man vorbeugend giessen kann? Es sollte aber die Kakteen nicht im Wachstum stören,ist klar!
    Gruß Stefan
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  6. #6
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    hi also ich wollte was zu dem abtrocknen sagen...habe mal einen solchen trieb bekommen und ihn nach ca. einer Woche eingesetzt, hat bestens funktioniert!
    viele grüße und viel Glück! corinne

  7. #7
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    Standard vermutlich Phytophtora!

    Hallo Stafan,

    bei dem Pilz handelt es sich vermutlich um Phytophtora und kommt in der freien Natur vor, auch an Bäumen, Kartoffeln und Tomaten und ist unter dem Namen Kraut und Knollenfäule bei Kartoffeln besser bekannt und dieser Pilz überdauert viele Jahre im Boden. Es gibt auch Pilzmittel gegen diesen Pilz, aber dieser unterdrücken diesen Pilz nur und es gibt keine 100%ige Bekämpfung, und es müßte häufig wiederholt werden. Schneide viel von der alten Pflanze weg und tue die kranken Teile in die Mülltonne. Dieser Pilz tritt vorwiegend im Frühjahr auf und vernichtet die Pflanze innerhalb kurzer Zeit und es wird von einer sauren Erde(z.B. Granit und Torf) gefördert.
    Der Pilz dringt bei geschwächten, geschädigten, gestressten und am meisten bei älteren Pflanzen ein. Es gibt im Moment einen vielversprechenden antagonistischen Pilz (z.B. das Mittel Trichosan)gegen solche Bodenpilze und ist bei winterharten Kakteen noch im Versuchsstadium.
    Mehr Info unter http://www.nuetzlinge.de/produkte/

  8. #8
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    Danke für die Info's
    Wenn der Pilz vom sauren Milieu im Boden gefördert wird! Könnte es dann etwas helfen wenn ich vor dem Wiedereinsetzen etwas Kalksteinsplit beimische? Ich hätte noch einen Eimer voll aus den Steirischen Kalkalpen zuhause rumstehen. Hat so in etwa eine 5-8mm Körnung!
    Oder wie könnte ich den PH-Wert noch senken?
    Da fällt mir gerade ein: Ich giesse IMMER mit weichem Regenwasser aus dem Wasserfass! Wenn ich jetzt Leitungswasser nehme, zumindest mal eine Saison lang, müsste der PH-Wert im Boden steigen. Das Leitungswasser hier bei mir ist ziemlich hart!
    Gruß Stefan
    Geändert von OPUNTIO (23.04.2007 um 20:05 Uhr) Grund: Zusatz
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  9. #9
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    Standard Kalksplitt

    Hallo Stefan,

    der pH-wert ist nur ein Kriterium und ist kein Allheilmittel, deshalb würde ich im Moment nur empfehlen alle 4 Wochen mit Trichosan oder ähnlichen zu gießen und alle kranken Pflanzenteile in die Mülltonne zu werfen. Pflanze vielleicht an diese Stellen andere Pflanzen wie Sempervium, Sedum etc.

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