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mitteltechnisch
Unser "Handlager" für den schnellen Zugriff lagern wir bei Normaltemperatur in Papiertüten. Das Vorratslager mit den größeren Mengen liegt in Exikatoren (das sind große Glasballons, die sich Evakuieren lassen), ebenfalls bei Normaltemperatur.
Von einem Kollegen hörte ich, sein Lager sei in einer Gefriertruhe, weil das die Keimfähigkeit bei vielen Arten extrem verlängert. Clever, hat aber Tücken. Für jeden Hobby-Kaktusgärtner eine ausgezeichnete Lösung, für uns hat das einen Haken: nachdem der Samen aufgetaut wurde, ist das Kommando zum beenden der Keimruhe gegeben - dann sinkt die Keimrate bei den meisten Arten innerhalb weniger Wochen und das kann im Einzelfall blöd sein. Auf der anderen Seite ist es eine gute Methode, wenn man erreichen möchte, das möglichst viele Samen zeitgleich keimen.
Das ganze ist ein wirklich spannendes Feld - wir haben das große Glück, zu DDR-Zeiten richtige Langzeitversuche gemacht zu haben - nur ausgewertet werden müssen die mal werden 
So kann man Saatgut über längere Zeit optimal lagern
[LIST][*]jeda Arte hübsch einzeln in Pergamin-Tütchen packen (das beschriften - [B]vorher[/B]!!- nicht vergessen)[*]diese kommen ins "Lager" - z. B. eine luftdichte Plastikdose, oder -beutel (optimal sind die Haushaltsdosen, aus denen sich die Luft absaugen lässt - die gibts manchmal nachts in den lustigen TV-Shoppingsendern)[*]gut ist, wenn man noch ein paar Tütchen Trockenmittel dazulegt (die findet man häufig in Packungen von Unterhaltungselektronik)[*]dann kommt das ganze in die Gefriertruhe/Schrank - schön nach hinten wo es gleichmäßig kalt bleibt[*]entnehmen ist ganz einfach: Lager auf, Tütchen raus, Lager wieder zu (wenn möglich wieder evakuieren)[*]wichtig: alsbald aussähen![/LIST]So funktioniert das private Hightech Samenlager...
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