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Thema: Cylindropuntia x viridiflora

  1. #1
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Hardy_whv
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    Standard Cylindropuntia x viridiflora

    Hallo allerseits,

    habe noch keine praktische Erfahrung mit winterfesten Kakteen. Habe mir diesen Herbst zwei Cylindropuntia x viridiflora geleistet (Jungpflanzen, ca. 20cm hoch). Eigentlich wollte ich die mit den anderen Kakteen ins Winterlager (Speisekammer, 5-10°C, etwas Licht) stellen. Aber der Platz wird etwas eng. Da kommt mir die Idee, zumindestens eine der Pflanzen auf dem Balkon zu überwintern. Sie würde da unter einen Dachvorsprung stehen, also ziemlich regengeschützt (Regen muss schon sehr schräg kommen, um die Stelle zu erreichen). Die Pflanzen haben auch schon seit ca. 1 Monat kein Wasser mehr bekommen. Was meint ihr: Was bekommt den Pflanzen besser: Balkon oder Speisekammer? Kommen die Pflanzen auf dem Balkon sicher über den Winter?

    Besten Dank für eure Tipps,

    Hardy 8-)

  2. #2
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    Hallo

    C. x viridiflora ist, wie das "x" verrät, eine Hybride, und zwar eine Naturhybride aus den härtesten Cylindropuntien whipplei und imbricata. Und daher ist C. x viridiflora ebenfalls sehr frosthart! Trocken hält diese Art locker -20°C aus.
    Ich habe ein Exemplar schon seit ein paar Jahren ohne Regenschutz draussen, und keine Probleme damit.

    Die meisten C. x viridiflora's werden aber nicht sehr gross und sind meist stark verzweigt. Auch die Blühwilligkeit ist eher schlecht, aber von Klon zu Klon unterschiedlich, die Blütenfarbe dafür meist sehr schön (oft hell- bis dunkelrot; gibt aber auch gelblich oder grünlich blühende Klone).
    Hauptverbreitungsgebiet ist New Mexico.

    Grüsse, Uwe
    In Wirklichkeit sind die Dinge ganz anders als sie in Wirklichkeit sind!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Hardy_whv
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    Hallo Uwe,

    danke für Deine Ausführungen. Die generelle Winterhäre von Cylindropuntia x viridiflora ist mir grundsätzlich bekannt. Die Frage ist eher: Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Überwinterung auf dem Bakon oder zusammen mit den anderen Kakteen zwischen 5 und 10°C, mit welcher Überwinterung geht es der Pflanze im nächsten Frühjahr besser. Und mit welcher Überwinterung kann ich am ehesten Blüten erwarten.

    Ich hab ja zwei Pflanzen, insofern kann ich am Ende ja das Ergebnis der beiden Überwinterungsarten ja selbst bewerten. Aber vielleicht kann man das vorab schon einschätzen.

    Gruß,

    Hardy 8-)

  4. #4
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    Hallo

    Ich sehe kein Problem bei einer Balkonüberwinterung. Ich denke, es ist besser als zu warm und vor allem zu dunkel.

    Uwe
    In Wirklichkeit sind die Dinge ganz anders als sie in Wirklichkeit sind!

  5. #5
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Hardy_whv
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    Danke! Eine der beiden steht seit ein paar Minuten auf dem Balkon. Mal sehn, wie die beiden sich im Vergleich machen.

    Hardy 8-)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von Lupus
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    Ausrufezeichen Vorsicht!

    Zitat Zitat von Hardy_whv Beitrag anzeigen
    ... Eine der beiden steht seit ein paar Minuten auf dem Balkon...
    Hallo Hardy,

    das ist eventuell nicht so günstig, wenn sie bis jetzt drinnen gestanden hat. Normalerweise brauchen winterharte oder frostharte Kakteen eine Vorbereitung auf die Überwinterung um genug Zucker in die Zellen einzulagern, damit diese bei Frost nicht frieren und dadurch platzen. Auch schrumpfen sie erheblich. Durch die Dehydrierung der Zellen (->Volumensverkleinerung des Zellinhalts) können diese bei starkem Frost frieren (was ein Ausdehnen des Inhalts zur Folge hat), wiederum, ohne dass die Zellen platzen. Sie bereiten sich ab Spätsommer/Herbst auf die Überwinterung vor, durch niedrigere Nachttemperaturen, abnehmende Tageslichtlänge etc. Hast du deine Pflanzen bis jetzt drinnen gehabt und sie sind die Wärme gewohnt, kann es sein (muß aber nicht unbedingt), dass die Frosttoleranz stark gemindert ist. Das ist nur als Hinweis zu sehen, es muß nicht so sein.

    Gruß,
    Julian
    Docendo discimus.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von Hardy_whv
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    Danke Julian,

    danke für Deine "Warnung". Ich besitze die Pflanzen erst seit Mitte September. Haben seit dem drinnen gestanden, aber absolut trocken. Sind schon deutlich schrumpelig. Insofern bin ich guter Dinge, dass sie nicht platzen. Zudem sind die Temperaturen hier an der Nordseeküste meist sowieso sehr mild und fallen selten unter den Gefrierpunkt. Ich riskiers also einfach mal. Ab nächstem Jahr werde ich beide Pflanzen kontinuierlich draußen aufstellen (so wie die meisten meiner Kakteen während der Wachstumsphase).

    Gruß,

    Hardy 8-)
    Geändert von Hardy_whv (07.11.2008 um 14:43 Uhr)

  8. #8
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von stefang
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    Zitat Zitat von Lupus Beitrag anzeigen
    Durch die Dehydrierung der Zellen (->Volumensverkleinerung des Zellinhalts) können diese bei starkem Frost frieren (was ein Ausdehnen des Inhalts zur Folge hat), wiederum, ohne dass die Zellen platzen.
    Hallo Julian,

    bist du dir da sicher? Ich ging bisher davon aus, dass es allein die Gefrierpunktserniedrigung durch die Aufkonzentration der gelösten Zellinhalte ist, die die Pflanze vor dem Erfrieren schützt. Außerdem vermute ich, dass das Gefährliche beim Frieren nicht die Volumenvergrößerung ist (so flexibel sollten Zellwände sein), sondern dass die spitzen Eiskristalle die Zellwand perforieren und dadurch schädigen.
    Gibt es das irgendwo nachzulesen?
    Viele Grüße
    Stefan

  9. #9
    Erfahrener Benutzer **** Avatar von Lupus
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    Hallo Stefan,

    ja ich bin mir relativ sicher. Ich denke dass selbst konzentrierter Zellinhalt bei -40°C (und so tief kann ja die Temperatur sinken im Verbreitungsgebiet einiger Kakteen) friert. Du als Chemiker kannst das sicher bestätigen bzw. wiederlegen. Gelesen hab ich das auf jeden Fall. Was auch dafür spricht, ist, dass ich die Erfahrung gemacht hab, dass die Pflanzen bei starkem Frost richtig hart (hmm, könnte bei winterharten Kakteen jetzt mißverständlich sein ) werden. Ich denke sie sind dann gefroren. Aber ich such gleich mal raus wo ich das gelesen hab. Ordnung sollte man haben...

    Gruß,
    Julian

    Edit: Is mir gerade noch eingefallen: Wenn die Eiskristalle die Zellwände zerstechen bei normal gefüllter Zelle, muß das bei veringertem Volumen nicht unbedingt der Fall sein, da die Zellwand dann ja mehr Spielraum in der Elastizität hat. Ich denke nämlich auch nicht, dass die Zelle aufgrund des Volumenanstiegs platzt, sondern auf Grund der Eiskristalle zerstört wird.
    Aber ich such, ich suche...
    Geändert von Lupus (07.11.2008 um 17:28 Uhr)
    Docendo discimus.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer ***** Avatar von stefang
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    Hallo Julian,

    ok, ich gebe dir Recht. Ich habe nicht bedacht, dass die Temperaturen so tief sinken können. So weit gehts mit der Gefrierpunktserniedrigung nicht. Da müsste schon ne ordentliche Portion Alkohol im Spiel sein, um das Wasser vor dem Gefrieren zu bewahren:wink:
    Viele Grüße
    Stefan

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