Hallo
Tip: [B]Vergesst die Winterhärtezonen![/B]
1. Das Klima in den USA (von dort kommt diese Einteilung) ist absolut nicht mit unserem vergleichbar, insbesondere was die Luftfeuchte und die UV-Strahlung im Winterhalbjahr angeht. Unser Klima ist ozeanisch geprägt, das der USA kontinental.
2. Die Zoneneinteilung ist vor allem für die US-Agrar-Wirtschaft ausgearbeitet worden, also für 1-jährige Pflanzen. Wir benützen sie aber für mehrjährige Stauden und Gehölze.
3. Wer zB. einer angeblichen Zone7b angehört, somit gemäss Liste im Bereich von -12,3 bis -14,9°C wohnt, wurde letzten Winter bei -20°C oder gar darunter buchstäblich "verarscht".
Tausende und abertausende von Palmen, Yuccas, Kakteen und andere immergrünen Gehölze standen (oder stehen immer noch) als Leichen im Garten herum. PP (persönliches Pech) ? Nein. Er/Sie ist der angeblich milden Klimazone auf den Leim gekrochen
Die -14,9°C sind nämlich bloss ein Durchschnittswert. Denn die Einteilung beschreibt nur [B]das durchschnittliche[/B] und [B]nicht das absolute[/B] Minimum. Bei der Frosthärte einer Pflanze geht es aber immer um das absolute Minimum. Und das auch nur bei optimalen Bedingungen!
Alle Pflanzen, die nicht mind. -20°C inkl. Dauernässe aushalten, sind nicht winterhart! Alles andere muss geschützt werden und ist allenfalls frosthart bzw. frosttolerant.
In den USA in Zone 7b (zB. in NewMexico) kann es nachts oder bei kurzen Kaltlufteinbrüchen durchaus auch -20°C geben, aber tagsüber bei Sonnenschein haben die dort schon wieder +10 oder +15°C, und das Ganze noch bei meist knochentrockenem Boden. Aber wegen der vereinzelten kalten Nächte ist dort Zone7b, weil eben das durchschnittliche Minimum über viele Jahre hinweg zählt. Deren Anzahl Sonnenstunden, die Tagesdurchschnittstemperatur oder die niedere Luftfeuchte schlägt unser Winterklima aber oft um Längen. Somit gedeihen dort Kakteen, Agaven und Yuccas problemlos, während unsere ohne Schutz oftmals "dahinsiechen".
Grüsse, Uwe




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