Hallo

Es gibt vielleicht 2 Gründe, die dafür sprechen, dass Ableger einer Mutterpflanze eher einen Grenzwinter überleben können, als die Mutterpflanze selbst:

1. Die Grösse: grössere (ältere) Pflanzen haben auch eine viel grössere Oberfläche, an der die Kälte angreifen kann. Und sie haben, trotz eines trockenen Standortes, auch mehr Wasser in ihren Blättern gespeichert, was auch eher nachteilig ist. Und kleine Pflanzen sind näher am Boden, der in sehr kalten Nächten immer wärmer als die Luft ist.

2. Anpassung: Eine gewisse Anpassung an widrigere Umstände kann fast jede Pflanze machen. Ein Ableger, der an Ort uns Stelle wächst, ist u.U. besser an die Umgebung, d.h. ans Substrat und ans Mikroklima angepasst, als die Mutterpflanze (die ja oft irgendwann dahin gepflanzt wurde) - genetisch identisch hin oder her.

Genetisch identisch ist nicht gleich identisch angepasst

Und vielleicht gibt es noch mehr Gründe?

Grüsse, Uwe