Hallo,

was ich mich spätestens seit unserer Südafrika-Tour frage, ist das mit dem in den Schatten stellen während der Ruhezeit. Wenn man sich mal anschaut, wie z.B. Conophytum bilobum im Richtersveld wächst (auf Quarzadern in voller Sonne), dann frage ich mich, wo da je Schatten herkommen soll. Der Punkt ist doch, dass Conophyten größtenteils im Winterregengebiet parallel zur Westküste Südafrikas vorkommen, und dass sie in den trockenen und sehr heißen Sommermonaten in ihre Ruhephase wechseln (als Schutz vor der brennenden Sonne und vor der damit verbundenen Verdunstung). Eigentlich müsste daher die Regel für die Kultur lauten: während der Ruhezeit so viel Sonne und Hitze wie nur möglich. (Wobei nicht jeder Cono-Standort so extrem ist. Manche wachsen auch in Felsritzen und erhalten dort nur ein paar Stunden Sonne am Tag.) Aber die Idee des in den Schatten stellens ist vermutlich, die Verdunstung zu reduzieren, um es den Pflanzen leichter zu machen - was vermutlich auch den Effekt hat, dass man so schneller große Gruppen erzielt (da kräftigere Pflanzen eher dazu neigen, dann 2 oder 3 neue Blätter an Stelle des alten zu treiben). Aber egal, solange es funktioniert ...
Zwecks Umtopfen:
Ich hab mir mit unseren nie viele Gedanken gemacht und einfach mit allen anderen Sukkulenten zusammen im Bereich Ende Januar bis Anfang März umgetopft, und das hat immer super funktioniert. Ich hab im Netz allerdings gelesen, dass es besser wäre, zu oder kurz vor Beginn der neuen Wachstumszeit umzutopfen und zu teilen, da die Pflanzen dann besser anwurzeln würden. Als Substrat benutzen wir rein mineralisches Substrat (a la Uhlig).

@micha:
Der Uhlig hatte vor ein paar Jahren mal ne riesige Menge Conophyten vermehrt, und die waren eigentlich auch recht schnell weg gewesen. Seit dem hat sich dort offenbar niemand mehr die Mühe gemacht. Keine Ahnung warum.

Viele Grüße!
~Pan