Ist schon richtig, Raupen sind sehr spezialisiert. Der Schwärmer treibt sein Unwesen zwischen meinen Epis und die Raupe nascht dann aber am daneben stehenden Fliederbusch.
Epiphyllum und andere Nachtblüher mit langer Blütenröhre (z.B. Selenicereus, Hylocereus, Monvillea, Echinopsis u.a.) werden von Nachtschwärmern bestäubt.
Obwohl Blütenfledermäuse recht klein und leicht sind, haben sie nur eine Zungenlänge von bis zu 75 mm. Die Blüten, welche bestäubt werden haben eine kurze Röhre (z.B. Pilocereus) und sind auch leicht zugänglich. Manchmal werden diese Blüten auch vom direkten Dornenbereich durch ein Cephalium abgeschirmt (z.B. Espostoa, Chephalocereus). Des weiteren sind die Blüten meist nicht sehr wohlriechend (nach Kohl, Aas, Fisch o.ä.).
Die von Nachtschwärmern zu bestäubenden Blüten sind meist groß, sehr hell (meist weiß) und verbreiten einen angenehmeren Duft, welcher auch von uns wohliger aufgenommen wird. Die Rüssellänge eines Nachtschwärmers kann gut doppelt so lang werden wie die Zunge der Blütenfledermaus. Dieser Cocytius cluentius, welcher in Südamerika vorkommt soll sogar eine Rüssellänge von 25 cm haben. In z.B. Mexico vorkommende Nachtschwärmer findet ihr hier.
Wer mehr Infos über das Bestäubungsleben der nachtblühenden Kakteen lesen möchte, dem empfehle ich die in 1939 erschienene Ausgabe der Cactaceae – Jahrbuch der deutschen Kakteengesellschaft.
Gruß
Frauke





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