Hi!
Dort stehen 2 Kakteen in der Halbwüste. Beide gleicher Art und Gattung. Zur Blüteziet werden beide durch Insekten miteinander bestäubt. Heraus kommen viele Samen, von denen 2 auflaufen. Einer, der sich von den beiden Mutterpflanzen kaum unteerscheidet. Der andere hingegen unterscheidet sich durch genetischen Zufall sehr stark in härte, anzahl und länge der Dornen.
Diese Pflanzen wachsen ein paar Jahre und dann kommt ne Ziegenherde vorbei. Die beiden Mutterpflanzen werden gefressen, sowie der eine Sämling. Nur die pflanze mit der "Mutation" wird nicht gefressen, da die Ziegen sich beim Fressen verletzen. Er wird nur angeknabbert. So setzt er sich gegen die anderen Kakteen durch und überlebt. Irgendwann wird er bestäubt und bekommt Nachkommen, mit zum Großteil ähnlich starken Dornen, die dann auch nicht gefressen werden können. Alle anderen mit schwachen Dornen sind zu diesem Zeitpunkt schon ausgerottet.
Was ich damit sagen will, ist, dass sich alles durch genetisch zufällige, aber vorteilhafte Mutationen weiterentwickelt. Kein Kaktus ist sich selbst bewusst und fragt sich: "Hmm, was könnt ich nur entwickeln, um nicht gefressen zu werden..... wie wär's mitn paar richtig derben Dornen!!"
Hopplahopp funktioniert das ganze natürlich auch nicht. Dieser machtkampf um die Fortpflanzung zwischen Schwachen und Starken zieht sich über riesig lange Zeiträume.
Kein Kaktus muss also gefressen werden, um stärkeren Schutz auszubilden. Im Ursprung ist alles eine innovative und vorteilhafte Laune der Natur.
Und das nennt man dann Evolution. *Boing*
Mit freundlichen Grüßen
Jan Paulus




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